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Interview mit DPG-Schatzmeisterin Gabriele Baumgarten-Heinke

Foto von Gabriele Baumgarten-Heinke

Mit einem Lächeln: Interview mit Gabriele Baumgarten-Heinke über ihre Lebensgeschichte und die Zukunft der DPG    Fragen von Andreas Lahn

> PORTUGAL REPORT: Das Weihnachtsfest mit dem leckersten ­Essen hast du im Jahre 2000 in Portugal erlebt. Erinnerst du dich?
Gabriele Baumgarten-Heinke: Das war das erste gemeinsame Weihnachtsessen mit Harald Heinke, nachdem wir zusammengezogen sind. Wir sind in Portugal gewesen und am 24.12. von der Algarve nach Lissabon gefahren. Er wollte mir alles in Grândola zeigen, was mit der Nelkenrevolution zusammenhängt. Auf der Weiterfahrt war Stau, es goss in Strömen und als wir gegen 19 Uhr Hunger hatten, haben wir in einer Raststätte gegessen, mit drei vier alten Männern, die sich gefragt haben, was die denn hier machen. Wir haben ein KäseBaguette gekriegt. Ich wusste in dem Moment nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Aber das ist auch ein Stück Harald. Ich habe mich im Zusammenleben mit ihm daran gewöhnt, dass es Dinge gibt, die Vorrang haben wie z. B. die DPG und seine Arbeit. Wir haben das Festessen am 25.12. nachgeholt.

Gibt es für dich einen Lieblingsort in Portugal − vielleicht die Insel Madeira?
Wir haben auf Madeira viele Wanderungen an den Levadas entlang macht. Das viele Grün hat mich beeindruckt. Aber einen speziellen Lieblingsort habe ich nicht. Ich mag auch Lissabon, Porto die Algarve. Ich finde Portugal insgesamt und die Menschen einfach faszinierend. 

Du bist ja 1955 in Guben in der ehemaligen DDR geboren. Welche Erinnerungen hast du an das Leben dort?
Da mag jeder unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Was mich traurig macht, ist, dass die DDR häufig auf Mauer und Staatssicherheit reduziert wird. Ich hatte eine ganz normale Kindheit. Für mich gab es Geborgenheit und Sicherheit durch die Familie. Wir haben gelacht und uns gefreut, wir sind zur Schule gegangen. Erst Ende der 1980er Jahre mit den großen Demonstrationen bin ich auf die Staatssicherheit (Stasi) aufmerksam geworden. Mir war vorher nicht bekannt, was in den Gefängnissen passiert ist oder dass Frauen die Kinder weggenommen wurden. Meine Kindheit möchte ich nicht missen. Ich hatte eine schöne Kindheit. 

Drei Töchter durch das Leben zu begleiten ist nicht gerade einfach. Wie siehst du das?
Meine Töchter sind zu Freundinnen geworden. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Die eine lebt in Zürich und zwei in Dresden. Alle habe eine gute Ausbildung und haben Familien gegründet. Die Beziehung zu ihnen, unser Zusammenhalt, auch zu meinen Enkeln, ist für mich eine große Freude.

Du hast in der DDR als Lehrerin gearbeitet. Welchen Stellenwert hatte der Beruf? Und warum hast du aufgehört als Lehrerin für Russisch und Geschichte zu arbeiten?
Meine Töchter sind immer mal wieder abwechselnd krank geworden. Ich bin dadurch ab und zu ausgefallen und habe viel Druck gespürt nach dem Motto: »Hier warten 30 Kinder auf Sie, und Sie haben nur zwei.« Ich konnte die beiden ja nicht an der Garderobe abgeben. Das war für mich der Grund, die Volksbildung zu verlassen, was natürlich nicht einfach war.

Ein Schlüsselerlebnis sozusagen?
Ja, genau. Ich brauchte die Hilfe eines Arztes, um aus der Volksbildung ausscheiden zu können. Durch die Sprachausbildung in Russisch habe ich bei der IHK Zertifikate als Reiseleiterin/Dolmetscherin gemacht und dann in der DDR Reisegruppen aus der ehemaligen Sowjetunion nach Berlin, Erfurt, Leipzig, Dresden begleitet. Das hat mir damals sehr viel Spaß gemacht.

Du bist Inhaberin des Reiseunternehmens i-Punkt in Dresden gewesen. Wie hast du das Ende der DDR erlebt und warum hast du das Reisebüro aufgegeben?
Das war eine spannende Zeit. Ich war keine, der man vorgeben musste, was sie zu tun und zu lassen hatte. Man musste sich einen Platz suchen und die Frage beantworten: Was will ich, wo gehöre ich hin? Ich war bei der Dresden-Information und hatte das große Glück, dass Hamburg und Salzburg Städtepartner von Dresden waren. VertreterInnen dieser beiden Städte sind auf uns zugekommen und haben nach Möglichkeiten gesucht, uns touristisch zu unterstützen. Wir haben  ins Salzburger Land einen Bus-Pendelverkehr aufgebaut. Auf der Straße war eine lange Schlange, so dass man dachte, es gäbe Bananen. Aber die Leute wollten alle diese Reisen kaufen. Doch dann hat die Stadt Dresden gefordert, diesen »Reisedienst der Stadt Dresden« abzuwickeln, weil Reisebüros nach westdeutschem Recht nur privat sein dürfen. Ich habe beschlossen, das Reisebüro zu privatisieren. Das war mutig, weil wir von der großen weiten Welt nicht viel Ahnung hatten. Auch mit Computern und den Programmen mussten wir lernen umzugehen. Ich war auf vielen Lehrgängen, habe das Ausstellen von Flugtickets (Ticketing) und auch das Buchen selbst gelernt. Eines Tages stand ein Kunde im Reisebüro und will zum Popocatépetl. Ich dachte: Will er was zu essen oder was meint er? Am Anfang wussten Kunden, die ganz gezielt irgendwo hinwollten, mehr als wir. Wir haben sie gefragt, warum sie dann gerade da hin wollen. Dann haben die Leute erzählt und wir wussten, welchen Katalog wir ihnen mitgeben konnten. Ich war seit 1990 Mitglied des Deutschen Reiseverbandes (DRV), genau das Unternehmen, bei dem ich 2019 mein Arbeitsleben beendet habe. 1996 sollten wir für das Reisebüro eine 300 Prozent höhere Miete zahlen. Da es mittlerweile viele Reisebüros gab, war der Markt schon aufgeteilt und das Risiko an einem neuen Standort zu groß. Ich habe sechs Jahre die freie Marktwirtschaft ausprobiert und genoss in den folgenden Jahre die Vorteile des Angestelltendaseins. Ich bin dann Büroleiterin eines FIRST-Reisebüros in der Dresdener Neustadt geworden. 

Foto der nächtlichen Silhouette von Dresden

Blick auf das nächtliche Dresden · Foto: © Felix Mittermeier auf Pixabay

Das wäre ja cool für die DPG, selbst Reisen nach Portugal zu organisieren, zumal du nach etlichen Jahren in verschiedenen Unternehmen der Reisebranche über ausreichend Erfahrung verfügst?
In diesem FIRST-Reisebüro tauchte einens Tages ein Herr Heinke als Direktor von OLIMAR auf und sagte: »Ihr Umsatz bei OLIMAR lässt aber schon zu wünschen übrig.« Ich habe dann gekontert und geantwortet: »Ich weiß zwar, wo Portugal liegt und dass Lissabon die Hauptstadt ist, aber ich war noch nie dort.« Er hat mich dann auf eine Info-Reise mitgenommen, mir Orte und einige Hotels gezeigt, so dass ich danach Reisen nach Portugal ganz anders verkaufen konnte. Und − wie es so seine Art ist − hat er mir einen Zettel hingelegt und gesagt, ich könne dann ja auch gleich Mitglied der Deutsch-Portugiesischen Gesellschaft werden. Das war 1998. Ich sollte dann auch gleich die Stadtsektion Dresden übernehmen, was ich auch gemacht habe, obwohl andere Mitglieder natürlich mehr über Portugal wussten als ich.

Das ist ja jetzt 23 Jahre her. Was hat sich aus deiner Sicht im Laufe der Jahre in der DPG verändert?
Ich habe ja noch den damaligen Präsidenten Peter Neufert kennenlernen dürfen und war bei vielen Veranstaltungen dabei. Ich glaube, damals ist der Enthusiasmus größer gewesen als heute. Es gab mehr aktive Leute, auch in den Landesverbänden. Wenn ich an die Urgesteine der DPG denke, kam von denen sehr viel Energie. Man hat sich häufig gesehen, es gab regelmäßige Präsidiumssitzungen. Dann hat Harald das Amt als Präsident übernommen. Er hat das super gemacht und konnte seine ganzen Kontakte in alle lusophonen Länder und viele Vereinigungen in die DPG einbringen. Vielleicht hat er einigen Leuten sogar zu viel Arbeit abgenommen. Im Moment ist es eher so: Wenn nichts vom geschäftsführenden Vorstand angeschubst wird, hört man zu Corona-Zeiten doch sehr wenig von den Landesverbänden. Das macht mir auch ein wenig Sorgen, muss ich gestehen.Manchmal stelle ich mir die Frage: Schläft durch Corona alles ein oder was passiert hier gerade? 

Du bist Schatzmeisterin in der DPG. Wie ist der Verein für die Zukunft aufgestellt? Stimmen die Finanzen?
Nicht nur die DPG, sondern Vereine ganz allgemein haben in Deutschland mit vielen  Problemen zu kämpfen. Deshalb haben wir uns ja im Juni 2021 zum Strategie-Workshop getroffen. Die Mitgliederzahlen sinken und viele der langjährigen aktiven älteren Mitglieder fallen irgendwann einmal weg. Mehr Mitglieder zu akquirieren und einzubinden, bleibt aus meiner Sicht schwierig. Weniger Mitglieder heißt auch weniger Beitragseinnahmen. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Denn wenn weniger Geld zur Verfügung steht, kann man auch weniger machen. Und wenn wir weniger machen, können wir weniger Leute von der DPG begeistern. Ich habe mich gefreut, dass über deine Spendenaktion Geld reingekommen ist, was uns mehr Rückhalt gegeben hat. So steht als Ergebnis des letzten Jahres ein schönes Plus. Man muss das Ganze aktiv halten, sonst schläft irgendwann alles ein.

Durch die Pflege des langjährigen Präsidenten der DPG, Harald Heinke, zu Hause hat sich dein Leben verändert. Wie kommst du mit den Anforderungen zurecht?
Das war eine schwierige Situation. Seine Krankheit kündigte sich bereits 2014 und auch 2016 an. Aber damals konnte ich noch arbeiten gehen. Er hat versucht, das Beste daraus zu machen und ist mit dem Rollator gegangen. Schon damals hat mir der Pflegedienst geholfen. Im März 2019 musste ich dann in zehn Tagen entscheiden, ob er ins Pflegeheim soll oder ob ich ihn zu Hause pflege. Ich hätte damals ­eigentlich noch zwei Jahre arbeiten müssen. Diese Situation stülpt das Leben von jetzt auf gleich um. Da er Pflegegrad 5 hat und die Krankheit fortschreitet, habe ich beschlossen, meinen Beruf aufzugeben. Ich kenne mich gut mit dem Computer aus und stelle fest, dass es in diesem Land unendlich viel Hilfe gibt, wenn jemand krank ist. Ich habe jetzt drei Pflegedienste im Einsatz und muss trotzdem nichts zuzahlen. Man muss viel recherchieren über Webseiten wie pflegehilfe.de und andere. Mit der Hilfe komme ich selbst gut zurecht. Nach zwei Jahren werde ich oft von anderen Pflegenden um Rat gebeten. Doch mit 18 Pflegeterminen pro Woche bleibt für mich selbst wenig Freizeit.

Foto von Gabriele Baumgarten-Heinke im Schlosspark Niederschönhausen

Gabriele Baumgarten-Heinke im Schlosspark Niederschönhausen · © Foto: privat

Beim Walken in der Natur versuchst du abzuschalten. Wohin gehst du?
Oftmals hier um die Ecke in die Gartenanlage, aber lieber in den Schlosspark Niederschönhausen. Das Schloss dort ist ja der Sitz der früheren DDR-Regierung. Ich gehe nicht deshalb dorthin, sondern weil da ein wunderschöner Park ist. Da fließt die Panke durch, und für mich ist das dann der Moment in der Natur, um abzuschalten und was für mich zu tun.

Zur Entspannung praktizierst du Yoga. Hast du dafür genug Zeit?
Ich gehe Donnerstags zum Vereinssport. Wir machen leichte Übungen wie Stretching, und Yoga. Manchmal fühle ich mich vorher kaputt, aber ich raffe mich dann auf, weil ich weiß, dass mir das sehr viel Energie gibt. Die Sportgruppe ist auch ein Treffen von FreudInnen.

Du betreibst Ahnenforschung. Wie weit lässt sich der Stammbaum zurückverfolgen?
Bisher noch nicht so weit. Ich habe aber herausgefunden, dass der Großvater meiner Mutter im ersten Weltkrieg verschollen ist, in Frankreich. Ich weiß, dass sein Grab noch existiert und wo es ist. Ich finde es spannend, wenn man plötzlich Post bekommt und dann weiß, wer die Vorfahren sind und wo sie abgeblieben sind. Das macht richtig viel Spaß.

Warum bist du damals von Dresden nach Berlin gezogen?
Ich bin aus Liebe zu meinem Mann Harald Heinke nach Berlin gezogen. Ich war eine eingefleischte Sächsin. Zu DDR-­Zeiten gab es einen Kleinkrieg zwischen Dresden und Berlin. Viele Gelder sind nach Berlin geflossen, weil Berlin als Schaufenster der DDR ausstaffiert werden sollte. Als Marzahn gebaut wurde, sind auch Arbeitskräfte abgezogen worden. Doch durch den Einsatz einiger engagierter Menschen sind zum Aufbau von Semper-­Oper, Zwinger etc. auch einige Gelder nach Dresden geflossen. Auch beim Fußball gab es eine große Konkurrenz: Dynamo Dresden und Union Berlin waren nicht die besten Freunde. Berlin war nie der Traum meines Lebens. Doch als ­Harald zu mir sagte, wir sollten schon zusammenleben, bin ich spontan hierher gezogen. Ich hatte ein wenig Scheu und habe mich gefragt, ob die Berliner mich als Sächsin akzeptieren. Doch das war einfacher als gedacht. Berlin ist so Multikulti, hier leben Sachsen und Schwaben, man trifft überall interessante Menschen. Es ist viel menschlicher und herzlicher als ich es mir vorgestellt habe.
Das Multikulti der Menschen ist sehr angenehm. Ich mag auch die Vielfalt in der Kultur. Und trotz der Größe gibt es in Berlin viele grüne Oasen. Hier um die Ecke in Wedding ist der Plötzensee. Du kannst mitten in der großen Stadt im See schwimmen gehen. Es gibt viele große Parks, und einige Kilometer weiter wird jetzt das Moor renaturiert. Ich finde das alles unglaublich. Das Leben in Berlin ist schön, aber ich wohne ja auch nicht ganz mittendrin. Trotzdem bin ich schnell im Zentrum. Das Leben in den vielen Kiezen ist ganz anders als in Berlin-Mitte.

Magst du Museen?
Ja, vor allem die historischen Museen auf der Museumsinsel. Ich bin unheimlich gerne im Pergamon-Museum. Obwohl ich schon x-mal dort war, fasziniert es mich immer wieder. Ich bin auch gespannt, was es im Humboldt Forum, im Berliner Schloss, zu sehen gibt. Das will ich mir in diesem Jahr angucken. Ich bin auch mal im Dom auf den Turm gestiegen. Der Blick über die Stadt ist auch sehr schön .

Toleranz und Optimismus sind dir wichtig. Außerdem möchtest du die Welt besser machen. In Zeiten von Corona gewinnt dein Lebensmotto an Bedeutung: »Wir haben nur das eine Leben.«
Genau so ist das! Wenn Menschen sich mit einem Lächeln begegnen, wenn man aufeinander zugeht und miteinander redet,  läuft alles freundlicher und schöner. Jetzt sind Wahlen. Ich kann es einfach nicht verstehen zu sagen: »Das bringt nichts. Ich gehe da nicht hin!« Eine Politikverdrossenheit bringt uns nicht voran. Aber was tun diejenigen denn? Es gibt sicher keine Partei, die zu 100 Prozent die Wünsche eines jeden einzelnen umsetzen kann. Dazu sind die individuellen Vorstellungen Menschen viel zu verschieden. Aber einfach mal in die Programme der Parteien schauen, sich damit auseinandersetzen und dann entscheiden, was für einen wichtig ist. Für mich ist soziale Gerechtigkeit wichtig. Dazu gehören u. a. Mindestlöhne, der Kampf gegen Kinderarmut, den Pflegenotstand stoppen und gerechte Renten. Wichtig sind mir auch die Stärkung der Demokratie, die Klimagerechtigkeit und der Stopp von Rüstungsexporten.
Ich bin der Meinung, dass diese Erde, dass die Natur den Menschen loswerden will, und sagt: »Es reicht! Ihr Menschen habt alles kaputt gemacht, jetzt wehren wir uns!« Die Auswirkungen spüren wir alle, sie sind nicht zu übersehen. Und deshalb müssen wir viel mehr tun, um die Natur zu retten und auch unseren nachfolgenden Genera­tionen die Chance einräumen, auf dieser Erde ein schönes und friedliches Leben zu haben. 
Und im Alltag bedeutet dies, einfach ein bisschen aufeinander zu achten, miteinander zu reden, die Natur zu respektieren und mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen. Dann geht vieles einfacher, leichter und schöner.

DPG zwischen Tradition und Neuausrichtung

Zum Strategie-Workshop 2021 in Berlin    von Gabriele Baumgarten-Heinke

> Liebe Mitglieder, seit mehreren Wochen steht die Frage der zukünftigen Ausrichtung und der Ziele der DPG im Mittelpunkt vieler Gespräche mit Mitgliedern unserer Gesellschaft. Ausgangspunkt ist mein Bericht zur Mitgliederversammlung der DPG im Oktober 2020 in Berlin über die Mitgliederentwicklung der vergangenen Jahre. Einen ausführlichen Bericht über die Mitgliederversammlung können Sie im PORTUGAL REPORT 081 lesen. 

Lassen Sie mich noch einmal kurz zusammenfassen, wo wir zum jetzigen Zeitpunkt stehen: Die Gesellschaft hat eine beeindruckende Historie, eine bundesweite Verankerung und ein gutes nationales und in Portugal bestehendes Netzwerk. Darüber hinaus hat die DPG viele engagierte, ehrenamtlich tätige Mitglieder. Dennoch haben wir seit mehreren Jahren in der DPG mehr Aus- als Eintritte, die Gesamtmitgliederzahl sinkt also kontinuierlich. Eine Vielzahl der Austritte ist altersmäßig begründet. Eine Analyse der Altersstruktur ergibt, dass 50 Prozent der DPG Mitglieder über 60 Jahre alt sind, der Prozess wird also nicht aufzuhalten sein. Etliche der ehemaligen Mitglieder haben keinen Bezug mehr zu Portugal, andere sind ins Ausland verzogen. 

Die sinkende Mitgliederzahl hat selbstverständlich Auswirkungen auf die ­finanzielle Situation der DPG. Bei anhaltenden Austritten ohne Gegensteuerung müsste in wenigen Jahren die Frage der Wirtschaftlichkeit gestellt werden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und allen SpenderInnen danken, die die finanziellen Lücken kompensieren und es möglich machen, unsere Arbeit und die Veröffentlichung des PORTUGAL REPORTS fortzusetzen. 

Das Engagement in den einzelnen Landesverbänden und Stadtsektion ist sehr unterschiedlich, zum Teil leider auch inaktiv. Mehrere Landesverbände sind trotz Bemühungen immer noch ohne Vorsitz. Die DPG findet in der Presse nicht statt, der Auftritt auf Facebook unter https://www.facebook.com/Deutsch-­Portugiesische-Gesellschaft-eV-Bundesverband-952004018156736 findet zu wenig Beachtung. 

Nun könnte man die Behauptung aufstellen, Vereine sind in die Jahre gekommen, das seien die allgemeinen Probleme der Vereine im 21. Jahrhundert. Die vielfältigen Herausforderungen wie der demografische Wandel, ein rückläufiges Engagement im Ehrenamt, Finanzierungsprobleme und Nachwuchssorgen betreffen eine große Zahl der Vereine, sicher nicht nur die DPG und sicher nicht nur Vereine in Deutschland. Es kommt die Erfahrung aus der jetzigen Pandemie dazu, dass die Kommunikation zunehmend digital stattfindet. Bei der jüngeren Generation sind Treffs in Online-Plattformen ohnehin seit Jahren gängig, viele brauchen nicht die engeren, direkten Kontakte. 

Auf der anderen Seite spielen Vereine in Deutschland nach wie vor eine wichtige Rolle, denn Vereine prägen unsere Gesellschaft mit. Die Herausforderung im 21. Jahrhundert besteht darin, neue Konzepte für Vereine zu entwickeln um einerseits die Tradition weiterzuführen und andererseits eine neue Kultur des Ehrenamtes zu entwickeln. 

Die Zukunftsinstitut GmbH in Frankfurt am Main hat in einem Workbook die Frage diskutiert, was zu diesen neuen Herausforderungen gehört. Man spricht u. a.von neuen Community-Strukturen und meint damit offene Veranstaltungen, Interessenten die Möglichkeit der Teilnahme zu bieten und andere Vereine nicht als Konkurrenz zu sehen, sondern als Chance zur Zusammenarbeit. Ein zeitgemäßes Vereinsleben setzt nicht auf physische Präsenz, sondern modernisiert den Gedanken des Vereins, wobei Gemeinschaft und Zugehörigkeit auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. 

Wir sind DIGITAL auf einem guten Weg: Unsere Premiere war die Mitgliederversammlung 2020 und seit Dezember finden — organisiert durch das DPG-Team Berlin — einmal monatlich digitale DPG-Treffs mit verschiedenen Themen statt. Der Präsident, Michael W. Wirges informiert in diesem Heft über die letzten zwei DPG Zoom Meetings. (DPG-Team: Ricardo Schäfermeier, Martina Sophie Pankow, Michael W. Wirges, Gabriele Baumgarten-Heinke)

Aber lassen Sie uns, liebe Mitglieder, genau an dieser Stelle ansetzen, uns den Herausforderungen stellen und die Frage nach der Ausrichtung der DPG für die kommenden Jahren diskutieren. Nach der Mitgliederversammlung im Oktober 2020 sind bereits einige Vorschläge eingegangen und auch in den zurückgesandten Mitgliederbefragungen wird von mehren Mitgliedern der Wunsch zum Ausdruck gebracht, die Ausrichtung der DPG neu zu definieren. 

Das Präsidium hat in einem Zoom Meeting im Februar 2021 die Durchführung des 2. STRATEGIEWORKSHOPS für den 12. Juni 2021 in Berlin beschlossen. Der Strategieworkshop richtet sich an das Präsidium, die Vorsitzenden der Landesverbände und Stadtsektionen sowie sonstige Verantwortliche der DPG. 

Folgende Vorschläge und Ideen zur Ausrichtung der DPG wurden bisher eingereicht: Fragen des Außenauftritts, Zusammenarbeit mit Institutionen, Pressearbeit, Anleitung und Koordinierung der Arbeit der Vorsitzenden der Landesverbände und Stadtsektionen, Betreuung der Social Media-Kanäle, nachvollziehbare Aufgaben und Projekte. Es gibt auch Vorschläge, die DPG solle sich um die Fragen von Menschen kümmern, die nach Portugal oder von Portugal nach Deutschland umsiedeln wollen. Das sind Fragen, die uns schon jetzt oft erreichen, die aber nur in Zusammenarbeit mit Institutionen und Abteilungen der Botschaften beantwortet werden können. Wir bemühen uns, die richtigen Ansprechpartner dafür zu finden. 

Nehmen Sie Teil an der Neuausrichtung der DPG und senden Sie uns Ihre Vorschläge, Ideen und Wünsche — bitte BIS ZUM 10. JUNI per Mail an: office@dpg.berlin. Vielen Dank! 

Schreiben Sie uns auch, wo Sie sich als Mitglied der Gesellschaft sehen, welche konkrete Aufgaben Sie ggf. übernehmen möchten. Wir suchen nach wie vor einen Vorsitzenden für die Landesverbände Bayern und Sachsen. Voraussetzung ist eine bereits länger bestehende Mitgliedschaft in der DPG. Eine Anleitung zur ­Arbeit erfolgt über die DPG-Geschäftsstelle. Des Weiteren suchen wir Mitglieder für die Betreuung der Social Media-­Kanäle. 

Übrigens, Vorreiter der heutigen Vereine gibt es bereits im 17. und 18. Jahrhundert. Ihr Hauptziel war die Pflege von Bildung und Kultur, in den Lesegesellschaften diskutierte der Adel Tagesereignisse und Zeitprobleme. Ab dem 19. Jahrhundert spricht man von Vereinen. 

Porto wartet auf uns

Foto eines Schiffes mit Portweinfässern an der Ribeira in Porto

DPG-Reise JETZT buchen! •  von Gabriele Baumgarten-Heinke

> Liebe Mitglieder, am 27. Oktober ist es soweit, wir gehen auf die Reise nach Porto. Freuen Sie sich gemeinsam mit mir auf Portugal, auf die Stadt Porto und auf ein Wiedersehen mit unseren Mitgliedern und Freunden! Lange genug mussten wir darauf warten und uns gedulden. OLIMAR Reisen bietet in Zusammenarbeit mit der Hanse Merkur eine Corona-Absicherung und damit die Möglichkeit, optimistisch zu bleiben und die Reise jetzt zu buchen. Darüber habe ich ausführlich mit Pascal Zahn von OLIMAR Reisen gesprochen. Lesen Sie weiter!

Selbstverständlich negiere ich nicht den Lockdown, der uns von Tag zu Tag mehr bedrückt. Viele Gespräche mit ­Mitgliedern haben mir die Ängste, die Verärgerungen, auch unterschiedliche Betrachtungsweisen, gezeigt. Etliche Mitglieder von uns sind finanziell sehr stark von den Folgen betroffen, den Tourismus hat die Corona-Krise tief erschüttert. Das alles macht sehr traurig und wütend zugleich. 

Dennoch oder vielleicht gerade deshalb, liebe Mitglieder, wollen wir nach vorne schauen und mit Ihnen unsere DPG-­Pläne machen. 

Der Einsatz von Impfstoffen verbreitet im Tourismus einen vorsichtigen Optimismus auf das Reisejahr 2021. Die digitale ITB NOW 2021 hat einen starken Branchenzuspruch. 2.000 Aussteller aus allen Teilen der Welt haben sich für diese digitale Reisemesse angemeldet. 

Unsere Reise nach Porto in Zusammenarbeit mit OLIMAR Reisen ist geplant, alle Leistungen sind reserviert, man wartet auf uns. Wie können wir uns bei einer Buchung dennoch gut absichern? 

Ab dem 1.2.2021 bietet OLIMAR Reisen mit der OLIMAR-Flex-FEE  verlässlichen Service und Sicherheit mit flexiblen Stornierungs- und Umbuchungsmöglichkeiten. Für den Betrag von einmalig 30 € können Sie Ihre Reise bis 30 Tage vor Abreise kostenfrei umbuchen und/oder stornieren. 

Darüber hinaus ist bei Buchung einer Reiserücktrittskostenversicherung, die bei nachweislicher Erkrankung vor Reiseantritt in Kraft tritt, der erweiterte Corona-Schutz bei OLIMAR kostenfrei mitversichert! Der Corona-Schutz greift, wenn der Gast an Covid-19 erkrankt und daher seine Reise nicht antreten kann. Des Weiteren greift diese Versicherung auch bei einer Quarantäne im Heimat- oder im Urlaubsland und übernimmt die Kosten für vorzeitige Rückreise oder verlängerten Aufenthalt bei Quarantäne.

Ich denke, mit der Reiserücktrittskostenversicherung und der OLIMAR Flex Fee sind wir gut abgesichert und können uns zuversichtlich auf die Reise vorbereiten. Die Flüge können auch individuell oder später dazu gebucht werden. Das Programm und das Anmeldeformular zur »DPG Reise nach Porto 27.10.−31.10.2021« finden Sie hier: https://dpg.berlin/dpg-mitgliederversammlung-2021-in-porto/ NEUER ANMELDESCHLUSS ist am 21.5.2021! 

Wir stehen Ihnen für Fragen gern zur Verfügung und wünschen Ihnen Gesundheit: Bleiben Sie zuversichtlich! 

Weihnachtsfeier digital

Bericht von einer Premiere    von Michael W. Wirges

So etwas hat es in der Geschichte der DPG noch nie gegeben − eine digitale Weihnachtsfeier über PC-Bildschirme, mit Mitgliedern, die weit auseinanderleben! Leider haben wir diesen Umstand der weltweiten Covid-19-­Pan­demie zu verdanken, die uns das ­Leben seit dem vergangenen Jahr sehr erschwert.

Nach einem erfolgreichen Start der digitalen DPG-Jahrestagung haben wir von Berlin aus alle DPG-Mitglieder in Deutsch­land und Portugal per E-Mail eingeladen, an unserer digitalen Weihnachtsfeier teilzunehmen. Durch die künstlerische Unterstützung einiger Mitglieder konnte schnell ein Programm zusammengestellt werden. Diejenigen, die sich dazu angemeldet hatten, erhielten einen Link, um sich an jenem 22. Dezember von 19 bis 21 Uhr zuzuschalten.

Die Weihnachtsfeier wurde von unserer Bundesschatzmeisterin, Gabi Baumgarten-Heinke, moderiert. Sie begrüßte die Mitglieder,  die sich zugeschaltet hatten und die sich total darüber freuten, sich zu sehen und voneinander zu hören. Gerade in den jetzigen Zeiten! Einige der Mitglieder hatten sich schon seit Jahren nicht mehr gesehen oder kannten sich noch nicht persönlich. 

Ich begrüßte als Präsident ebenfalls alle Mitglieder und freute mich, Mitglieder in weihnachtlicher Stimmung anzutreffen. Ich sprach die aktuelle Lage zu Covid-19 an und auch die Folgen, die sich dadurch (auch für den Kulturbetrieb) für uns alle ergeben − keine Konzerte, keine Veranstaltungen, keine Treffen sind möglich. Die Zuschaltungen kamen aus Deutschland und Portugal, so meldete sich aus Porto unser langjähriges Mitglied Guido Orlando Freitas Rodrigues, der über die aktuelle Lage im hohen portugiesischen Norden berichtete. 

Madalena Leal de Faria, pensionierte Kammersängerin, hatte leider etwas mit der Stimme zu kämpfen und spielte deshalb im Laufe des Abends drei portugiesische Weihnachtslieder von ihrer eigenen produzierten CD vor: Menino Jesus à Lapa, Vai-te embora passarinho und Ò pastores, pastorinhos. Sehr mutig! Direkt aus Lissabon!

Pascal Zahn, einer der Inhaber von OLIMAR Reisen, mit denen wir unsere Reise zur DPG-Jahresversammlung in Porto im Oktober 2021 planen, berichtete über die aktuelle Lage auf dem Reisemarkt, speziell zu der in Portugal. Überall gibt es große Probleme, bei den Reiseveranstaltern, in der Hotellerie und Gastronomie, bei Flug- und Busunternehmen. Er betonte aber auch, dass die geplante DPG-Reise nach Porto sehr schön ausgewählte Höhepunkte enthält. Er geht sehr davon aus, dass ab Sommer 2021 die Reisen nach Portugal wieder wie gewohnt stattfinden werden. 

Der besonders in Berlin bekannte portugiesische Theater-Schauspieler Vasco Esteves, der seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, trug das Gedicht Poema do Menino Jesus (Gedicht des Jesuskindes) von Alberto Caeiro − einem der drei Heteronyme von Fernando Pessoa − vor, zunächst auf Deutsch, und später am Abend noch einmal auf Portugiesisch.

Über die Legende vom Bolo Rei, dem Königskuchen, des für die Weihnachtszeit in Portugal beliebtesten Kuchens, sprach Paula Galaz Goyke aus Berlin. In diesen Kuchen wurden früher kleine Geschenke und eine dicke Bohne mit eingebacken. Wer die Bohne erwischte, musste den nächsten Kuchen bezahlen. Auf die kleinen Geschenke und die Bohne wurde inzwischen aus Gründen der Gesundheitssicherheit verzichtet.

Auch die instrumentale Musik kam nicht zu kurz. Hans-Heinrich Kriegel nahm in Bochum seine Oboe zu Hand und spielte auf ihr einige Stücke von deutschen und portugiesischen Weisen: vier in Deutschland sehr bekannte Weihnachtslieder und vier Fados aus Portugal. Als deutsches Stück spielte er eine Ouvertüre von Georg Philip Telemann mit dem Titel Allemande, als portugiesisches aus der sogenannten Völker-Ouvertüre der Satz Le Portugais ancien et Le Portugais moderne. Als Gruß nach Berlin kam noch der dritte Satz aus einer Oboen-­Sonate in C-Dur von Johann Ludwig ­Matthes, der bei Friedrich dem Großen in der Hofkapelle angestellt war.

Im hohen deutschen Norden setzte sich in Scharbeutz (Schleswig-Holstein) Jan-Taken de Vries ans Klavier, und während er spielte, sang seine Frau Martha dazu die Weihnachtslieder Linda Noite de Natal und Süßer die Glocken nie klingen, letzteres in der Version von Alexa Feser.

Bevor ich die Schlussworte mit guten Wünschen für Weihnachten und ein hoffentlich besseres Neues Jahr sprach, erklang noch einmal Weihnachtliches von Madalena Leal de Faria aus Lissabon von ihrer eigenen produzierten CD Um Feliz Natal mit dem Coro de Santo Amaro de ­Oeiras.

DPG: Stadtsektion Köln

Vorstellung der neuen Vorsitzenden Joaquim und Pauline Guimarães    von Gabriele Baumgarten-Heinke

> Der Name Guimarães hat in der DPG einen guten Klang und erinnert an Marlies F.S. Guimarães. Viele Mitglieder kannten diese warmherzige und engagierte Frau in Köln, die über viele Jahre Veranstaltungen und Treffen für die DPG organisierte. Der Ordner der Stadtsektion Köln, den sie führte, ist mit Fotos, Berichten und Protokollen prall gefüllt. Im Mai 2018 antwortete sie auf die Glückwünsche des Präsidenten zu ihrem 80. Geburtstag, dass sie noch viel vor hat mit der DPG. Eine kurze und schwere Erkrankung beendete leider diese Vorhaben im Dezember 2018. Marlies F.S. Guimarães bleibt uns in bester Erinnerung. 

Kurze Zeit später sandte uns Joaquim F.S. Guimarães, der Sohn von Marlies, ­seinen und den Antrag seiner Tochter Pauline auf Mitgliedschaft in der DPG zu. Zusammen mit seiner Tochter, eines von drei Kindern, möchte er die Arbeit seiner Mutter fortsetzen. 

Joaquim Fritzsche Salgado Guimarães wurde 1962 in Köln geboren und zog mit seinen Eltern 1963 nach Porto. Hier besuchte er die Deutsche Schule. 1976 zog er als 14-Jähriger mit seiner Mutter zurück nach Köln und schloss seine schulische Ausbildung am Gymnasium Kreuzgasse ab. Der Ausbildung als Grafiker folgte später eine Fortbildung als Werbefachmann an der Werbefachlichen Akademie in Köln. Über mehrere Jahre war er in den Bereichen Werbung, Messedesign und Digitaldruck unterwegs. Seit einem Jahr ist er im Deutschen Sport und Olympia Museum in Köln verantwortlich für die Museums- und Ausstellungstechnik. Joaquim F.S. Guimarães spricht neben den Muttersprachen deutsch und portugiesisch auch französisch und englisch. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. 

Pauline Guimarães, die Enkelin von Marlies, wird ihren Vater Joaquim bei der Leitung der Stadtsektion unterstützen. Sie ist 32 Jahre alt, studierte Kunstgeschichte und Romanistik an der Universität zu Köln und arbeitet derzeit im Hetjens − Deutsches Keramikmuseum in Düsseldorf.

Die Stadtsektion Köln wurde in den vergangenen Jahren von Pascal Zahn, ­einem der Inhaber von OLIMAR Reisen, geführt. Nachdem die Corona-Pandemie den Tourismus fast lahm gelegt hat, hat die Fortführung seines Unternehmens verständlicherweise absolute Priorität, und er stimmte einem Wechsel in der Leitung der Stadtsektion zu. Sicher werden sich zwischen OLIMAR Reisen und der Leitung der Stadtsektion Synergien ergeben. Eine enge Zusammenarbeit wird es auch mit Hans-Heinrich Kriegel, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, geben. 

Die Ära Guimarães findet eine Fortsetzung − wir freuen uns darauf!

DPG-Mitgliederversammlung 2020 in Berlin

Foto mit Blick auf den Berliner Bahnhof Friedrichstraße und das NH Collection Hotel

Samstag  | 31.10.2020  |  NH Collection Hotel Berlin

Liebe Mitglieder, 
aufgrund der Corona Pandemie verzichten wir in diesem Jahr auf ein mehrtägiges Programm und haben die Zeit der Tagung auf 10 bis 17 Uhr beschränkt. Damit wollen wir die Möglichkeit einräumen, nach der Tagung die Heimreise antreten zu können. 
Entsprechend den Anmeldungen und den Möglichkeiten zum Zeitpunkt der Tagung, nehmen wir gern eine Restaurantreservierung (Selbstzahlerbasis) vor, um den Tag mit Ihnen ausklingen zu lassen. Die Sitzordnung im Tagungsraum wird von dem Hotel festgelegt und erfolgt entsprechend den aktuell geltenden Hygieneregelungen. 
 
TAGUNGSHOTEL
NH Collection (Berlin Mitte)
Friedrichstraße 96
10117 Berlin
Telefon: +49 | 30 | 20 62 66 0
– Direkt gegenüber S / U-Bahnhof Friedrichstraße –
 
ZIMMERRESERVIERUNGEN / ABRUFKONTINGENT (CODE: DPG)
Wir haben im NH Collection Hotel 10 Einzelzimmer und 10 Doppelzimmer vom 30.10. bis 1.11.2020 reserviert. 
  • Einzelzimmer: 115 € pro Nacht und Zimmer inkl. MwSt./Frühstück
  • Doppelzimmer: 139 € pro Nacht und Zimmer inkl. MwSt./Frühstück
Diese können Sie bis zum 16.10.2020 auf der Event-Website des NH Hotels unter »DPG« bzw. telefonisch (+49 | 30 | 22 38 51 32) oder per E-Mail buchen: reservierungen@nh-hotels.com 
 
SAMSTAG, 31.10.2020
  • 10.00 Uhr: Treffen vor dem Tagungsraum / Check-in
  • 11.00 Uhr: Begrüßung und Ansprache des DPG-Präsidenten Michael W. Wirges
  • 11.15 Uhr: Ansprache des Botschafters von Portugal, S.E. Francisco Ribeiro de Menezes (angefragt)
  • 11.30 Uhr: Vorstellung der bisher vorliegenden Ergebnisse zum Projekt »Dokumentation der Geschichte der DPG 2020«, Gabriele Baumgarten-Heinke
  • 12.00 Uhr: Mittagessen im Hotel 
  • 13.00 Uhr: Mitgliederversammlung 
  • 15.00 Uhr: Kleine Kaffeepause (bis 15.30 Uhr)
  • 17.00 Uhr: Ende der Tagung

ANMELDESCHLUSS: 1.10.2020

Vorläufiges Programm · Änderungen vorbehalten!
 
 
 

DPG-Mitgliederversammlung 2021 in Porto

Foto In Porto: Blick über die Ponte Luis I auf die Ribeira

27.10.–31.10.2021: Reise nach Porto für DPG-Mitglieder und deren Partner 

ÜBERNACHTUNG UND TAGUNGSHOTEL 
Hotel Vila Galé Porto**** − max. 20 Zimmer: Nur 300 Meter entfernt vom U-Bahnhof Campo 24 Agosto erwartet Sie dieses 4-Sterne-Hotel im Zentrum Portos. Die Zimmer sind mit Flachbild-Kabel-TV, Minibar, Dusche/WC, Haartrockner und WLAN ausgestattet. Das Restaurant Paris Texas bietet Portugiesische Spezialitäten und Pastagerichte. Das Hotel verfügt über ein Fitnesscenter mit Innenpool, Sauna, Whirlpool, Türkisches Bad, Solarium, Vichy-Dusche und Fitnessgeräte.
Kosten 
  • 60,00 € p.P./Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück
  • 108,50 € p.P./Nacht im Einzelzimmer mit Frühstück

PROGRAMM
DONNERSTAG  |  28.10.2021
Ganztagesausflug Porto inkl. Bus und deutschsprachiger Reiseleitung sowie Audiosystem, inkl. Eintritt Casa da Musica, Casa Serralves und Kathedrale. 
Die Stadt Porto liegt auf einem Hügel an der Flussmündung des Douro in den Atlantik. Bei der Stadtrundfahrt erwarten Sie folgende Höhepunkte:

  • »Casa da Música« (mit Führung)
  • Besichtigung verschiedener Räume, Zusammenspiel von Architektur und Veranstaltungen; 
  • Stiftung von Casa Serralves mit zeitgenössischer Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Museum liegt in einem wunderschönen 18 Hektar großen Landschaftspark.
  • Zweitürmige Kathedrale: Besuch des UNESCO-Weltkulturerbe in der Innenstadt Portos
  • Bahnhof São Bento: Bewundern Sie 20.000 Kacheln mit der Geschichte Portos.
  • Spaziergang: Am Torre dos Clérigos vorbei geht es die Rua das Flores hinunter in die Ribeira ans Ufer des Douro-Flusses − ins typische Porto der kleinen Leute, der Arbeiter, Fischer, Marktfrauen und Fischverkäuferinnen.
  • Kosten: 96,50 € p. P.; MindestteilnehmerInnen: 30 Personen
 
FREITAG  |  29.10.2021
Portos Küste: Halbtages-Ausflug inkl. Busfahrten, deutschsprachiger Reiseleitung und Audiosystem 
  • Auf der Fahrt Richtung Küste liegt der Stadteil Matosinhos, am nördlichen Ufer der Douromündung, eingebunden in den Fischerei- und Containerhafen am Nordende und dem Castelo do Queijo (der Käseburg!), wo ein kurzer Fotostopp gemacht wird.
  • Besuch der Konservenfabrik Portugalnorte, die ein wesentlicher Bestandteil der portugiesischen Tradition ist 
  • In der Nähe besichtigen Sie auch ein kleines architektonisches Juwel: ein Toilettenhäuschen im Art-Deco Stil aus den zwanziger Jahren. 
  • Fahrt zum Aussichtspunkt Jardim do Mouro mit toller Aussicht auf Porto von der anderen Seite des Douro.
  • Kosten: 27,50 € p.P.; Mindesteilnehmer 30 Personen
  • Die Fahrt endet um 13.30 Uhr am Portweinkeller Caves Ferreira, in dem wir an einer Verkostung teilnehmen. Kosten: 12,50€ p. P. 
Foto eines Weinkellers am Rio Douro

Weinkeller am Rio Douro · Foto: © Herbert Schlemmer

 
SAMSTAG  |  30.10.2021
  • Vormittag: fakultative 6-Brücken-Tour ab Ribeira: Wer den Samstagvormittag nutzen möchte, hat die Möglichkeit, an einer ca. 50-minütigen 6-Brücken-Fahrt in einem typischen Boot (Rabelo) teilzunehmen. In diesen Booten wurden früher die Portwein-Fässer transportiert. Die Abfahrt ist in der Ribeira und geht sowohl ein Stück Richtung Mündung als auch ins Landesinnere.
    Kosten: 15,- € p.P., Bezahlung individuell
  • danach im Hotel Hotel Vila Galé Porto 
    12.30 Uhr: Mittagessen
    14−18 Uhr: Mitgliederversammlung
    Den genauen Ablauf der Mitgliederversammlung und die Tagesordnung erhalten Sie mit der schriftlichen Einladung.
 
FLUGMÖGLICHKEITEN
Hinflug: 27.10.2021 · Rückflug: 31.10.2021
Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Fluganfrage an die OLIMAR Gruppenabteilung. Ab 10 gemeinsam reisenden Teilnehmern können Flugpreise zu Sonderkonditionen angeboten werden. 
Ansonsten nimmt OLIMAR Reisen gern Ihre Einzelreservierungen gemäß den Einzelplatzkonditionen entgegen. Einzelpreise erfolgen nur mit namentlicher Reservierung, hierbei müssen die Namen mit denen im auf der Reise zu benutzenden Ausweisdokument übereinstimmen.
 
BUCHUNG
E-Mail: gruppen@olimar.com; Telefon: +49 | 221 | 20590 - 596
 
 
 
 

30 Jahre vereinigte DPG

Foto von Ulrike Leone · pixabay.com

Fakten und Meinungen zur Geschichte der Fusion von DPG Ost und West • von Gabriele Baumgarten-Heinke

> Was für eine wunderbare Geschichte: Noch vor der Vereinigung Deutschlands ­finden sich Freunde Portugals aus beiden Teilen Deutschlands zusammen und vereinen sich am 27. September 1990 in der Deutsch Portugiesischen Gesellschaft.
Aber wie lief das ab vor 30 Jahren− immerhin waren die DPG der BRD und die DPG der DDR Gesellschaften aus zwei unterschiedlichen Wirtschaftssystemen. Die Berichte aus dieser Zeit klingen harmonisch, »auf Augenhöhe« wird immer wieder zitiert. Um das genau zu erfahren, befragte ich mehrere Zeitzeugen unserer Gesellschaft.
Vorab der historische Ablauf: Die seit Juni 1975 in der DDR unter dem Dach der Liga für Völkerfreundschaft bestehende Freundschaftsgesellschaft DDR—Portugal, der nur berufene Mitglieder angehörten, öffnete sich unmittelbar nach dem Fall der Mauer im November 1989 für alle Interessenten und Fachleute. Am 16.1.1990 wurde die DPG der DDR e.V. gegründet, Dr. Klaus Steiniger wurde zum Präsidenten gewählt. Die DPG der DDR e.V. hatte zu diesem Zeitpunkt 530 Mitglieder in 5 Regionalgruppen. Zu den ersten Mitgliedern gehörten Wolfgang Weiß (LV BB), Bernhard Profé (LV BB), Maja Wolff (LV BB) und Horst Herold (LV Sachsen). Am 30. Mai 1990 war der damalige Präsident der DPG der Bundesrepublik Deutschland, Peter Neufert, bei der neugegründeten Deutsch-Portugiesischen Gesellschaft der DDR zu Gast.
Ohne zu wissen, dass bereits ein halbes Jahr später die deutsch-deutsche Mauer fallen sollte, fanden bereits am 21. Mai 1989 in Montargil (Alentejo) und Lissabon erste Gespräche zur Vereinbarung einer zukünftigen Zusammenarbeit zwischen Vertretern der DPG der BRD (Peter und Marys Neufert) und dem Komitee DDR-Portugal (Harald Heinke) statt. Anwesend war außerdem Dr. Alexandre Babo von der Gesellschaft Portugal-DDR. Wahrscheinlich war dieses Treffen ein Grundstein der gesamten weiteren Entwicklungen. »Das klingt wie ein Wunder«, sagt Bernhard Profè, bis 2003 der Vorsitzende des Landesverbandes Berlin/Brandenburg, »und als ein solches wurde es von den damaligen Mitgliedern auch empfunden. Von Anfang an gab es eine freundschaftliche Atmosphäre im vereinten Landesverband Berlin/Brandenburg und das setzte sich, nach einigen wenigen holprigen Schritten, auch in der gesamten DPG fort«.
»Die Festveranstaltung im Schauspielhaus Berlin, dem heutigen Konzerthaus, war sehr emotional«, sagt Andrea Runge, die von 2003−2015 den Landesverband BB leitete. »Man war sich der Bedeutung der Veranstaltung bewusst.«
Auch weitere Mitglieder, die sich zu diesem Thema geäußert haben, waren sich einig, dass ohne das diplomatische und engagierte Handeln von Harald Heinke, der auch Peter Neufert begeistern konnte, die Fusion und dieses für die deutsche Geschichte herausragende Ereignis, unter Umständen nicht statt­gefunden hätte.
Die erste gesamtdeutsche Jahrestagung der DPG fand am 19. November 1990 im Schloss Waldeck südwestlich von Kassel statt. Gewählt wurden Peter Neufert zum Präsidenten und Dr. Klaus Steiniger zum stellvertretenden Präsidenten der DPG. Die Arbeit der vereinten Deutsch-Portugiesischen Gesellschaft nimmt ihren Anfang.

Der DPG-Präsident auf Reisen: Viagem pela minha terra

Foto der Ruine des Tempels der Diana in Évora

Eine Busreise durch Portugal • von Michael W. Wirges

> Die Maschine der TAP, die uns nach Lissabon bringen sollte, landete an diesem Abend im Mai erst kurz vor unserem Boarding in Berlin-Tegel, ­sodass wir erst anderthalb Stunden als geplant unser Ziel erreichten. Der Bustransfer unserer Reisegruppe − etwa 50 Deutsche mit deutschsprachiger Reisebegleiterin − zum Hotel der Gruppe Galé, das fast genau unter der Brücke Ponte 25 de Abril lag, verlief hingegen reibungslos. Dass wir zwei Tage und Nächte unter der Brücke Unterkunft finden sollten, haben da wohl einige falsch verstanden …
Endlich wieder in der alten Heimat! Obwohl ich in den vorangegangenen sechs Monaten schon zweimal die Gelegenheit dazu gehabt hatte. Für mich würde diese 8-tägige Busreise durch das ganze Land mehr zu einer nostalgischen denn zu einer touristischen Reise werden.
Am nächsten Tag eine Stadtrundfahrt durch Lissabon, mit dem Besuch der wichtigsten Sehenswürdigkeiten: im Stadtteil Belém die Torre de Belém und das als UNESCO-Weltkulturerbe gelistete Hieronymiten-Kloster mit dem Kenotaph für den Nationaldichter Luis de Camões, dem Sarkophag von Vasco da Gama, dem Indienfahrer, dem Kenotaph von König Sebastião (der 1578 nach einer Schlacht in Nordafrika nie mehr gefunden wurde), und dessen Onkel und Nachfolger Kardinal Henrique. Leider konnten wir aus Zeitgründen nicht auch den berühmten Kreuzgang besichtigen. Auf dem Rossio-Platz (Praça D. Pedro IV) standen die ­Jacaranda-Bäume in voller Lila-Blüte, und vom Castelo de São Jorge hatten wir einen herrlichen sonnigen Blick über die ganze Hauptstadt. Den Fußmarsch zu der Burg hinauf und wieder hinab durch das Alfama-Viertel − arabisch für heiße Quelle − haben wir uns nicht nehmen lassen, und auch nicht einen Bummel durch die Baixa (Unterstadt).
Sintra, das wir am nächsten Tag besuchten, war die Sommerresidenz der maurischen Herrscher und der portugiesischen Könige, und ist überhaupt ein mystischer Ort auf bewaldeten Hügeln. Unten das alte Königsschloss aus dem Mittelalter, oben das sehr sehenswerte, bunte und aus verschiedenen Baustilen bestehende Märchenschloss Pena, das der deutschstämmige Gemahl Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha der portugiesischen Königin Maria II Mitte des 19. Jahrhundert erbauen und den Park von seinem Freund Baron von Eschwege anlegen ließ.
Hier waren wir oft mit unseren Eltern Quellwasser aus den Sintra-Bergen holen. Und Vaters Geburtstag krönten wir mit einer Fahrt per Pferdekutsche vom Ort hinauf zum Pena-Schloss und wieder zurück, in Serpentinen durch den mystischen Geisterwald! Sir Arthur Conan ­Doyle (Sherlock Holmes) lebte hier zeitweise in seiner Villa, und die Quinta da Regaleira (erbaut um 1900) mit ihrem mystischen Park wurde vor einigen Jahren erneuert.
Am Nachmittag fuhren wir noch über die Ponte 25 de Abril, die 1966 unter dem Namen Ponte Salazar und nach der Nelkenrevolution 1974 ihren heutigen Namen erhielt, zum Cristo Rei bei Almada.
Diese riesige Christusstatue an der gegenüberliegenden Seite des Tejo ist ein Heiligtum und Wallfahrtsort, entstanden nach einem Gelübde portugiesischer Bischöfe in Fátima (1940), sollte Portugal von dem Zweiten Weltkrieg verschont bleiben. Nicht weit entfernt liegt das kleine Städtchen Azeitão, in dem wir noch eine bekannte Keramikfabrik besuchten.
Zu einem Abstecher nach Estoril und Cascais, wo ich aufgewachsen bin, fehlte es an Zeit, und so fuhren wir tags darauf früh los über Fátima, Batalha, Coimbra nach Porto.
Fátima ist der bekannteste Wallfahrtsort Portugals und einer der bedeutend­sten Europas. Hier soll von Mai bis Oktober 1917 jeweils am 13. des Monats drei Hirtenkindern die Mutter Gottes erschienen sein, mit ihnen gebetet und ihnen drei Geheimnisse mit auf den Weg gegeben haben. Ein riesiger Platz, die Basilika mit den Grabmalen von zwei der Hirtenkinder, die sehr früh gestorben sind, die Erscheinungskapelle mit dem Baum der Erscheinung, das alles lässt auch Hartgesottenen den Atem stocken. Da unsere Eltern gläubige Katholiken waren, sind wir als Kinder mit ihnen oft hier gewesen.
In Batalha (Schlacht) steht das als ­Nationalheiligtum geltende gotische Kloster, das als Dank für die im August 1385 von den Portugiesen unter König João I in Aljubarrota gewonnenen Entscheidungsschlacht gegen das kastilische Heer erbaut wurde und heute als UNESCO-Weltkulturerbe gilt. An der Ostseite stehen die Capelas Imperfeitas, ­Kapellen, die nie vollendet wurden. In Coimbra besuchten wir das Universitätsgelände. Die Hochschule wurde 1290 gegründet, gilt als die erste des Landes und eine der ältesten weltweit, und wurde 2013 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Hier in Coimbra ist auch eine besondere Art des Fado durch die Studenten entstanden. Am Abend erreichten wir Porto, die Hauptstadt des Nordens.
Ziele des nächsten Tages waren Braga und Guimarães, sowie die Erkundung von Porto. Die kirchliche Stadt Braga ist vor allem bekannt für das hoch über der Stadt, in den Bergen gelegene Heiligtum Bom Jesus do Monte mit seiner prachtvollen Anlage, der Kirche, den Statuen und den 580 Stufen, die in die Stadt hinunterführen. Zum Glück hielt der Bus oben an der Kirche! Guimarães gilt als berço da Pátria − die Wiege Portugals. Hoch über der Stadt wacht das mittelalter­liche Kastell aus dem 10. Jahrhundert. Afonso Henriques erblickte hier 1106 das Licht der Welt und wurde 1139 zum ersten König eines unabhängigen Portugals gekrönt. In der Taufkapelle steht das Taufbecken mit Inschrift.

Foro der Muro dos Cobertos da Ribeira in Porto

Muro dos Cobertos da Ribeira in Porto · © Michael W. Wirges

Porto, die zweitgrößte Stadt Portugals, Kulturhauptstadt Europas, ist wohl die dynamischste des Landes. Man sagt wohl nicht zu Unrecht, dass in Braga gebetet, in Coimbra studiert, in Porto gearbeitet und sich in Lissabon amüsiert wird! Eine Stadtrundfahrt und später auch ein Spaziergang durch die Altstadt − seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe − führte uns zum Douro hinunter, wo wir eine einstündige Fahrt mit einem traditionellen Schiff auf dem Fluss machten. Sehr beeindruckend war der Bahnhof São Bento, der noch im alten Stil erhalten ist und innen große Kacheln mit ­Bildern aus der portugiesischen Geschichte zeigt.
Richtung Süden ging es am nächsten Tag weiter, zunächst nach Bussaco, wo der berühmte Wald Mata Nacional do Buçaco und das romantische Schloss­hotel aus dem 19. Jahrhundert besucht werden konnten. Da standen auch eine 1000 Jahre alte Araukarie und ein 700 Jahre alter Benjaminbaum.
Hier im kühlen Norden, mal in den Termas do Luso, mal in den Termas de Manteigas in der Serra da Estrêla, ­haben wir im Sommer oft mit unseren Eltern die Ferien verbracht, um der großen Hitze weiter südlich zu entgehen.
Nazaré war das nächste Ziel. Das ­malerische Fischerdorf ist nicht nur ein beliebter Badestrand, sondern auch ­bekannt für seine sich in der Nähe brechenden Monsterwellen, die mutige Surfer aus aller Welt anlocken, wo auch internationale Meisterschaften ausgetragen werden. Nach dem Mittagessen ging es schnurstracks durch den Alentejo an die Algarve-Küste, vorbei an Kork­eichen, Getreide- und Reisfeldern, Salzsalinen, Weinreben und Olivenölbäumen. Während die Landwirtschaft im Norden von Minifundien geprägt ist, überwiegen hier die Latifundien (Großgrundbesitz) − die Kornkammer Portugals. An der Algarve findet man riesige Orangenplantagen, aber auch Birnen-, Mandel- und Johannisbrotbäume. Am Abend erreichten wir Armação de Pêra an der Algarve − »Arme Sau«, sagten einige Deutsche, in Anspielung auf den Stadtnamen!
Am nächsten Tag erkundeten wir das Hinterland. In Silves, kulturelle maurische Hochburg und Hauptstadt der Algarve im 11. Jahrhundert, besichtigten wir die mächtige Maurenburg, die Ende des 12. Jahrhunderts von Mauren und Kreuzrittern schwer umkämpft war, und die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Die Thermen von Monchique mit ihren heißen Heilquellen, die schon zur Römerzeit bekannt waren und die Fahrt durch die Monchique-Gebirgszüge, die letztes Jahr größtenteils heftigen Waldbränden zum Opfer fielen, waren unsere nächsten Ziele, bevor es wieder zurück ins Hotel ging, und ein Nachmittag zur freien Verfügung angesagt war. Ausgeruht ging es dann am nächsten Tag weiter mit einer Fahrt an der westlichen ­Algarve-Küste entlang. Zunächst bis auf die Festung in Sagres, die vor dem 14. Jahrhundert gegründet wurde, und in der Prinz Heinrich der Seefahrer (1394−1460) bedeutende Gelehrte seiner Zeit − so auch den Nürnberger Martin Behaim −, um sich versammelte, um ­Navigationsgeräte, Seekarten und astronomische Berechnungen zu verbessern. Die Existenz einer Seefahrerschule ist jedoch nicht bewiesen. Das seit der Antike mystische Cabo de São Vicente gilt als der südwestlichste Punkt des europäischen Kontinentes, der Leuchtturm ist einer der lichtstärksten Europas. Auf der Rückfahrt machten wir noch den obligatorischen Foto-Stopp an der Ponta da Piedade mit ihren bizarren Felsformationen, die viele Millionen Jahre alt sein sollen. In Lagos machten wir einen Rundgang durch die Altstadt, mit dem Marktplatz, der Statue für Heinrich den Seefahrer, dem ironischen Denkmal für König Dom Sebastião, dem ehemaligen Sklavenmarkt und anderem Sehenswerten. Hierhin führte übrigens auch meine Hochzeitsreise, das ist jedoch schon sehr lange her, und es hat sich privat bei mir sehr vieles verändert!
Am Abend traf ich mich im Hotel mit Catrin George Ponciano, der Leiterin der DPG-Sektion Algarve. Sie brachte ihren Ehemann mit, den ich zunächst auf italienisch begrüßte, in der Annahme, dass er Italiener sei. Arménio wunderte sich etwas, bemerkte dann aber, dass er Portugiese sei! Zusammen verbrachten wir einen herrlichen Abend mit beeindruckendem Sonnenuntergang an der Praia Dourada, dem Goldstrand.

Foto eines zentralen Platz in Lagos (Algarve)

Zentraler Platz in Lagos (Algarve) · © Michael W. Wirges

Vorletzter Tag dieser für mich nostalgischen Reise: Sehr früh morgens starteten wir auf unsere letzte Etappe Richtung Lissabon. Wieder durch die Algarve und den Alentejo, zunächst nach Beja, wo eine Olivenölpresse von Figueirinha in São Brissos und eine Weinkellerei der Hotelkette Galé (wo wir immer logiert haben) in Santa Vitória besichtigt werden konnten. Im nahe gelegenen Vidigueira erhielt Vasco da Gama nach seiner Rückkehr aus Indien die Grafschaft als Dank für seine Verdienste.
Die einzige fast komplett erhaltene Stadtmauer Portugals befindet sich in Évora. Hier besuchten wir, nahe dem ­römischen Tempel der Diana, die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert. Ein Stadtrundgang führte uns in der Altstadt, die seit 1996 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht, an etlichen alten Gebäuden vorbei, wie auch an der Universität.
Ein letzter Stopp war die Besichtigung einer Korkfabrik im Alentejo, bevor es endgültig nach Lissabon zurückging, wo wir am späten Abend im Hotel ankamen. Sehr früh am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von dieser schönen Hauptstadt, von den gastfreundlichen, liebenswürdigen Einwohnern dieses herrlichen Landes.
Adeus, Portugal − até à próxima! Bis hoffentlich sehr bald!

Jahrestagung 2018: DPG stellt Weichen für die Zukunft

Foto von Düsseldorf: Blick auf den Rhein

Bericht aus Düsseldorf (19.–21.10.2018) von Josef Wolters (JW) und Andreas Lahn (AL) >

HALLO DÜSSELDORF (AL)

Als ich am frühen Freitagnachmittag in Düsseldorf ankomme, bleibt noch Zeit für einen Stadtrundgang. Bei sommerlichen Temperaturen macht es viel Spaß, durch die Altstadt zu bummeln, in Läden zu stöbern, auf dem Rhein Schiffe zu beobachten und auf einem Markt Kaffee zu trinken.
Um 18 Uhr treffen sich die DPG-Mitglieder in der Lobby des Tagungs-Hotels zur Begrüßung und brechen kurze Zeit später gemeinsam auf zum Weinkeller von Carlos Quintas. In der gemütlichen Atmosphäre seines Gewölbe-Kellers aus roten Ziegelsteinen und wunderschönen Rundbögen schmeckt der servierte Wein gleich noch leckerer.

Foto im Gewölbekeller von Carlos Manuel Lopez Quintas'

Carlos Manuel Lopez Quintas (2. v. l.) erzählt die Geschichte seines wunderschönen Gewölbekellers »Vinhos de Portugal« · © Herbert Schlemmer

Foto vom Weinausschank in Carlos Manuel Lopez Quintas' wunderschönem Gewölbekeller »Vinhos de Portugal«

Weinausschank in Carlos Manuel Lopez Quintas‘ wunderschönem Gewölbekeller »Vinhos de Portugal« · © Herbert Schlemmer

Einige Gespräche später machen wir uns auf den Weg zum Restaurant Schumacher, das in Düsseldorf Kultstatus genießt. Kult hin oder her: Mir ist es hier zu laut, das Reden und vor allem das Hören sind extrem anstrengend. Trotzdem ist es natürlich schön, viele Bekannte und auch einige Neue begrüßen zu dürfen.
Am Samstagvormittag entscheide ich mich für einen weiteren Bummel durch die gemütliche Düsseldorfer Innenstadt, während Josef Wolters und viele andere ein Kolloquium besuchen.

KOLLOQUIUM DER »INITIATIVE LISBOA-DÜSSELDORF« (JW)

Das IV. Kolloquium der »Initiative Lisboa-Düsseldorf« findet im Stadtmuseum der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf statt. Carlos Quintas, seit vergangenem Jahr Mitglied der DPG, ist sozusagen der Gründungsvater dieser Initiative. Er berichtet über die bisherigen Aktivitäten und Publikationen, über die der Leser mehr im Internet unter http://lisboa-duesseldorf.de erfahren kann.
Dr. Susanne Anna, Leiterin des Stadtmuseums, begrüßt circa 40 TeilnehmerInnen zum Kolloquium. Sie hält einen (kunst-) historischen Vortrag zum Thema »Düsseldorf, die soziale Stadt«. Ausgehend von der offiziell beurkundeten Stadtgründung geht sie auf die Gründung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft vor mehr als 700 Jahren ein. Seitdem hat sich Düsseldorf zu einer sozialen Stadt mit mehr als 1.000 gemeinnützig eingetragenen Vereinen entwickelt, die mit ihren Mitgliedern das soziale Klima der Stadtgesellschaft auf der Basis christlich gelebter Werte bestimmen.
Als zweiter Redner des Kolloquiums spricht der ehemalige Leiter des Düsseldorfer Goethe-Museums, Prof. Dr. Volkmar Hansen, zum Thema »Goethe informiert sich über Portugal«. Nach Hansens Recherche diente Goethe das Tagebuch eines Soldaten als Quelle seiner Gedanken. Dieser Soldat hat seit 1808 Aufzeichnungen zu kriegerischen Auseinandersetzungen gemacht hatte. Goethe selbst ist nie nach Portugal gereist, so dass er sich nur anhand dieser schriftlichen Berichte ein Bild über das Land machen konnte.
Anschließend hält Prof. Dr. Rolf Nagel einen kurzen Vortrag zum Thema »Deutschland 1945–1949, ein Land ohne Wappen«. Längere Ausführungen zu diesem Thema hat er bereits in der Vorwoche auf einer Konferenz der »Portugiesischen Geographischen Gesellschaft« in Lissabon gemacht.
Carlos Quintas stellt in einem Bildvortrag den »Garten Stephanie« in Almada vor. Der Garten liegt hinter dem Palácio Real do Alfeite, dem Hauptquartier der Portugiesischen Militärmarine. Es war ein besonderes Anliegen der »Initiative Lisboa-Düsseldorf«, dem lange Zeit gärtnerisch im Dornröschenschlaf versunkenen Garten neuen Glanz zu verleihen. Allein mit privat aufgebrachten Spendenmitteln von beträchtlicher Summe ist es gelungen, einen Garten zu bauen, der gut zu dem herrschaftlichen Anwesen des Palastes passt.

Foto der Pianistin Chiara Wernet

Die Pianistin Chiara Wernet verzaubert die Zuhörer · © Falk Zirnstein

Musikalischer Höhepunkt des Kolloquiums ist das Klavierspiel der 17jährigen Chiara Wernet. Sie spielt auf einem Bechstein-Flügel das Stück »Ceresteiros« des Komponisten Villa Lobos. Die vielfach ausgezeichnete Virtuosin hatte bereits in Cascais/Portugal einen Auftritt und ist eine exzellente Schülerin der Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf.
Der Vorsitzende der DPG in Nordrhein-Westfalen, Josef Wolters, beendet das Kolloquium mit einem Dank an alle Beteiligten und überreicht der jungen Pianistin ein Buch über die Düsseldorfer Stadtgeschichte.

JAHRESTAGUNG 2018 (AL)

Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Hotel beginnt um 14 Uhr die Jahrestagung der DPG. In seinem Grußwort betont Fernando de Matos vom portugiesischen Generalkonsulat die harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der DPG und den portugiesischen Institutionen. Er spricht von »guten Freunden« und hofft, »dass es so bleibt«. Christian Sachse vom LV Berlin/Brandenburg wird anschließend einstimmig zum Rechnungsprüfer gewählt. Ein herzlicher Dank geht an Dr. Rolf Müller, der sein Amt aus persönlichen Gründen aufgeben muss.

Foto von Christian Sachse

Der später zum zweiten Rechnungsprüfer gewählte Christian Sachse bei seiner Vorstellungsrede · © Gabi Baumgarten-Heinke

DPG-Präsident Michael W. Wirges dankt in seiner Rede allen Aktiven für ohre Arbeit und ruft nochmals dazu auf, wieder mehr über die eigenen Aktivitäten in den Ländern und Stadtsektionen zu berichten und im Portugal Report zu veröffentlichen. Er informiert die Anwesenden über einige der Termine, die er in den vergangenen Monaten wahrgenommen hat. Anschließend erläutert uns die Schatzmeisterin Gabi Baumgarten-Heinke die finanzielle Situation der DPG. Das Jahr 2017 sei zwar mit einem Überschuss von 237,08€ abgeschlossen worden, dennoch bestehe kein Grund zur Euphorie, da die Einnahmen ohne Spenden wesentlich geringer als die Ausgaben seien.

Foto von der Jahrestagung der DPG in Düsseldorf

Josef Wolters spricht auf der Jahrestagung der DPG · © Falk Zirnstein

Bei den Berichten aus den Landesverbänden und Stadtsektionen fällt auf, dass immer häufiger sogenannte »Stammtische« stattfinden, wo sich in einem Café oder Restaurant Mitglieder und Interessierte zwanglos zu einem geselligen Beisammensein treffen und ungezwungen unterhalten. Ein solches Treffen lässt sich in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen ohne großen Aufwand umsetzen.
Die DPG tut einiges, um sich nach außen in einem einheitlichen Design zu präsentieren. Dazu gehören neben der Website, der Fanpage auf Facebook, dem Portugal Report auch die Visitenkarten und Briefbögen. Ich selbst habe alle Beteiligten aufgefordert, mir die Termine und Aktivitäten in den Landesverbänden und Stadtsektionen mitzuteilen, um sie im Portugal Report und auf der Website zu veröffentlichen – in einer kurzen Mitteilung oder im Falle von Konzerten und Veranstaltungen gerne auch in einem kleinen Artikel.

Foto der TeilnehmerInnen an der DPG-Jahrestagung 2018 in Düsseldorf

Die TeilnehmerInnen der DPG-Jahrestagung 2018 in Düsseldorf · © Falk Zirnstein

Workshop der DPG in Leipzig (April 2018): Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden vorgestellt. Darüber gibt es ein Protokoll. Wer an diesem Diskussionsprozess teilnehmen möchte, sollte sich an die Geschäftsstelle in Berlin wenden, um das Protokoll zu erhalten.
Um mehr über die Kenntnisse der DPG-Mitglieder zu erfahren, wird eine »Wissens-Datenbank« angeregt, die nach dem Versenden eines Fragebogens an alle Mitglieder erstellt werden soll. An dieser Stelle also der Aufruf an alle, den Fragebogen auszufüllen und zurückzusenden.
Die Idee, über Crowdfunding Spenden für Projekte einzuwerben und die DPG dadurch bekannter zu machen, wird begrüßt.
Anschließend wird beschlossen, dass die Jahrestagung 2019 in Berlin stattfinden soll. Und im Jahre 2020 soll es mal wieder nach Portugal gehen. Und zwar nach Porto – unter dem Vorbehalt natürlich, dass die Organisation der Tagung dort überhaupt realisierbar ist. Genug Zeit ist ja immerhin vorhanden…

CAVE TAPAS (AL)

Nach einer kurzen Pause geht es auch schon los zum gemeinsamen Abendessen im portugiesischen Restaurant »Cave Tapas«. Zwei U-Bahn-Stationen und einen kurzen Fußweg später sind wir auch schon da. Ein Hauch Portugal zieht durch das Restaurant. Bei vielen leckeren Tapas und köstlichem Wein genießen wir die angenehme Atmosphäre im Cave Tapas. Dabei werden intensive und anregende Gespräche geführt. Dabei lässt sich niemand vom Übereifer der KellnerInnen anstecken, die bisweilen etwas hektisch wirken. Alles in allem ein wundervoller Abend!

Foto im Cave Tapas, Düsseldorf

Zufriedene Gesichter beim leckeren Essen im »Cave Tapas« · © Herbert Schlemmer

STADTRUNDFAHRT (JW)

Am Sonntagmorgen starten immerhin noch 17 TeilnehmerInnen der Jahrestagung zu einer knapp zweistündigen Stadtrundfahrt. Der Cabrio-Bus bietet ein Audioguide-Programm in 10 Sprachen an, leider keines auf portugiesisch. Die meisten Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten werden angesteuert und vorgestellt: Landtag, Königsallee, Aqua-Zoo, Medienhafen, Altstadt, Hofgarten. Einige Düsseldorfer Highlights fehlen auf der Rundfahrt, so dass jede TagungsteilnehmerIn aufgerufen ist, sich bei einem weiteren Besuch in Düsseldorf den historisch bedeutenden Stadtteil Kaiserswerth, das Schloss Benrath mit seinem Garten und in der Peripherie das Neandert(h)al mit seinem berühmten Neandert(h)almuseum anzusehen. Düsseldorf ist wegen seiner weltweit geschätzten Messen »Boot«, »DRUPA«, »K(unststoff)« und nicht zuletzt wegen des Karnevals immer eine Reise wert.

Am Ende der Stadtrundfahrt wird das Ehepaar Wolters für die tolle Organisation der Jahrestagung ausdrücklich gelobt. Auch ich möchte herzlichen Dank sagen, insbesondere dafür, dass endlich mal »portugiesische« Elemente im Tagungs-Programm enthalten sind. Mögen sich die OrganisatorInnen der Jahrestagung 2019 in Berlin daran ein Beispiel nehmen!
Also dann: Auf ein Wiedersehen im Oktober 2019 in Berlin!
Herzliche Grüße von Josef Wolters und Andreas Lahn