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Catrin George Ponciano – Leiser Tod in Lissabon

Cover von Catrin George Poncianos Roman »Leiser Tod in Lissabon«

Anmerkungen zu Catrin George Poncianos Krimi »Leiser Tod in Lissabon« • von Andreas Lahn

Der Bankier Elías Inácio wird in der Igreja de São Miguel in der Lissabonner Alfama mit einem Stech­eisen ermordet. Die Kommissarin Dora Monteiro sieht sich mit einem Geflecht aus Betrügern, Ex-­Militärs und Folterknechten der Salazar-Diktatur konfrontiert. Ca­trin George Ponciano erzählt eine Geschichte, die mich in ihren Bann zieht: Ich eile mit Dora Monteiro durch Lissabon, trinke am Rossío Ginjinha, gehe in der Alfama spazieren und bummele durch den Chi­ado. Nebenbei werde ich Teil der portugiesischen Geschichte und spüre die Gewalt der Diktatur genau so wie die Veränderungen mit der Nelkenrevolution.
Wundervoll geschrieben, spannend, kenntnisreich bis ins Detail: Ich lege das Buch nur kurz zum Schlafen aus der Hand und lese gleich am Morgen weiter. Ich fühle mich gefangen in der Geschichte, in einem grandiosen Mix voller Abenteuerlust und Leidenschaft.
Schade, dass der Verlag nicht den Mut hatte, die Autorin im Präsens erzählen zu lassen. Quasi live wäre Dora Monteiros Jagd nach der MörderIn von Elías Inácio noch intensiver erlebbar ­gewesen. Aber auch so ist dieser Krimi ein literarischer Traum und ein Lesevergnügen der besonderen Art. Herzlichen Dank, liebe ­Catrin George Ponciano, für die wundervollen Stunden. Natürlich hoffe ich, dass Dora Monteiro weiter ermittelt…

Catrin George Ponciano · Leiser Tod in Lissabon · Kriminalroman
Verlag emons: 2020 · ISBN 978-3-7408-0783-2 · 13 €

INFOS zu Lesungen in Deutschland und -Portugal: www.catringeorge.com
Fanpage zu »Leiser Tod in Lissabon«: www.facebook.com/Catrin GeorgePonciano

Annegret Heinold: Portugal – Fettnäpfchenführer

Cover des Buches Portugal-Fettnäpfchenführer

Anmerkungen zu Annegret Heinolds Buch Portugal – Fettnäpfchenführer • von Andreas Lahn

> Alex will in Aveiro studieren, Stephanie an der Sprachenschule in Lissabon Deutschunterricht geben. Wie heißt es so treffend: Andere Länder, andere Sitten. Gerade Deutsche »nervt« das Plaudern von KundInnen mit der BäckerIn oder der KassiererIn im Supermarkt – trotz langer Schlange. Von Lockerheit und Respekt haben wir eindeutig zu wenig. Wie verhält man sich im Restaurant? Was bringen Sie zu einer Einladung mit?

In diesem Buch erfahren Sie, wie die PortugiesInnen ticken. Sie müssen nicht, aber wenn Sie alles beherzigen, leben Sie deutlich entspannter, ecken kaum an, entfliehen der »deutschen« Hektik und dem Perfektionismus. Sie entschleu­nigen, entdecken Ihre längst verloren ­geglaubte Herzlichkeit wieder, werden lockerer und genießen das Leben. Die seit über dreißig Jahren in Portugal lebende Autorin des Buches, Annegret Heinold, versorgt sie zudem mit kenntnisreichen Informationen über Land und Leute: Geschichte, Fliesen, Kaffee, Fado, Fußball, Verkehr, Wein, Bacalhau etc. Selbst Tipps zu Lisboa und Porto für Ihren Stadtrundgang fehlen nicht. Und nicht zu unterschätzen: Nach Lektüre des »Fettnäpfchenführers« wissen Sie, warum es bei Lust auf einen cavacas-Kuchen besser ist, einen ­Regenschirm mitzunehmen.

Man selbst lernt ja bekanntlich nie aus! Und außerdem ist das Buch ein schönes Geschenk für FreundInnen und Bekannte, die zum ersten Mal nach Portugal fahren oder längere Zeit dort bleiben möchten.

Annegret Heinold
Fettnäpfchenführer Portugal – Die Kunst des Improvisierens im Land der Entdecker
CONBOOK. Verlag · 256 Seiten · Flexcover
ISBN 978-3-95889-195-1 ·12,95€

Bacalhau com Natas – Klippfisch mit Sahne

Rezept des portugiesischen Klassikers • von Ana Paula Goyke

ZUTATEN:

  • 6 Kartoffeln, in dünne Stäbchen geschnitten (wie Zahnstocher – batata palha)
  • 4 Filetscheiben vom Bacalhau, leicht gekocht
  • 2 große Zwiebeln
  • Margarine
  • 3 EL Olivenöl
  • 300g Sahne
  • geriebener Käse
  • Paniermehl 
  • 1 Zitrone
     
    Béchamelsauce
  • 1/2 l Milch
  • 2 EL Margarine
  • 2 EL Mehl

SAUCE:

  • Die Margarine in einer Pfanne schmelzen und das Mehl dazugeben. Umrühren bis ein heller Schaum an der Oberfläche entsteht.
  • Die Milch langsam dazugeben und mit einem Holzlöffel umrühren, bis alles cremig ist. Vorsicht, Klumpen-Alarm!
  • Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und 10 Minutem köcheln lassen. Bitte nicht vergessen: Immer wieder umrühren!!!

BACALHAU:

  • Die Kartoffelstäbchen frittieren, bis sie gerade hellbraun sind. Ruhen lassen.
  • Die Zwiebelringe in Margarine goldbraun braten. Den leicht gekochten Klippfisch (ohne Haut und Gräten) splittern und dazugeben. Einen Moment garen lassen und danach vom Herd nehmen.

Jetzt Bacalhau, Kartoffelstäbchen, Béchamelsauce, Sahne und Zitronensaft vorsichtig mischen und auf einer Platte anrichten, die auch für den Backofen geeignet ist. Mit geriebenem Käse und Paniermehl bestäuben und im warmen Backofen (200 °C) ca. 15–20 Minuten gratinieren, bis alles schön goldbraun ist.

Bom apetite!

Nelken-Revolution in Chemnitz

Foto auf dem Largo do Carmo zur Erinnerung an den 25.4.1974

Bericht von der Tagung »Portugal im deutsch-deutschen Fokus« • von Andreas Lahn

> Im Rahmen einer zweitägigen Tagung sind am 5. und 6.12.2019 in Chemnitz alle Augen auf Portugal gerichtet: An der Technischen Universität findet eine Tagung statt, bei der es um die Beziehungen von DDR und BRD zu Portugal zwischen 1960 und 1990 geht, aber auch um Themen der portugiesischen Geschichte wie Salazar-Diktatur, Kolonialkriege, Nelken-Revolution, Agrarreform, Sport und die Einflussnahme von außen. Die Organisatoren sind Thomas Weißmann von der TU Chemnitz und Antonio Muñoz Sánchez vom ICS Lisboa. Die Themenblöcke werden von einzelnen ReferentInnen vorgestellt oder im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit kurzen Statements abgearbeitet. Bei den sogenannten Zeitzeugen spürt man deutlich, wie die Jahrzehnte zurückliegenden Ereignisse wieder lebendig werden. Es macht für mich einen riesigen Unterschied, ob man in einem wissenschaftlichen Seminar über Sinn und Zweck von Nelken-Revolution und Agrarreform diskutiert, oder ob Menschen diese historischen Prozesse kommentieren, an denen sie selbst beteiligt gewesen sind. Auch der Aspekt der Revolutions-Romantik wird angesprochen. Denn Ende der 1970er Jahre sind auch viele deutsche Linke nach Portugal gefahren, um den in der BRD unmöglich erscheinenden Systemwechsel in Portugal live zu erleben. Es ist auch rückblickend erstaunlich, was in den wenigen Tagen um den 25. April 1974 herum in Portugal passiert ist. Antonio Munõz Sánchez bringt es auf den Punkt: »In 24 Stunden wurde eine 48-jährige Diktatur abgeschafft.« Mit Prof. i. R. Bodo Freund und Gert Peuckert ist die DPG unter den ReferentInnen gut vertreten. Während sich Gert Peuckert in seinem Vortrag »Hände weg von Portugal. Die SED und die Nelkenrevolution« als Zeitzeuge mit der Beziehung der DDR zu Portugal beschäftigt (siehe S. 12−14), ist Bodo Freunds Vortrag ein Ritt durch ein halbes Jahrhundert mit dem Titel »54 Jahre Portugal-Erfahrung − ein Rückblick«. Er beschreibt die Veränderungsprozesse der portugiesischen Gesellschaft anhand ökonomischer Parameter und demografischer Entwicklungen. Er geht auch auf Verwaltungsstrukturen, Stadtsanierung, Tourismus, den Verkehrssektor etc. ein − kenntnisreich, anschaulich, authentisch. Ich möchte mich bei allen bedanken, die in Chemnitz an der Vorbereitung und Durchführung der Tagung beteiligt sind. Die Kombination aus Vortrag, Diskussion, gemeinsamen Gesprächen, Abendessen, Plaudereien und neuen Kontakten ist schlicht großartig. Und das Care-Paket für die Rückfahrt ist eine wundervolle, unvergessliche Geste. Herzlichen Dank!
Wer Interesse am Kontext dieser Tagung hat und Fotos sehen möchte, findet spannende Einblicke auf dieser Website: https://www.tu-chemnitz.de/phil/iesg/professuren/swandel/forschung/tagungen/Portugal/index.php

Short News

Foto vom Brand in Monchique 2018

Feuer in Monchique 2018 · © Timo Dillner

013 | MONCHIQUE: «WITH WATER, THE FIRE GOES OUT.» | «Monchique com futuro» ist ein soziales Projekt, das von den Bränden 2018 betroffenen Menschen helfen möchte, sich selbst zu helfen. Ziel des Projekts ist die Errichtung von geschlossenen Wassertanks, um an bestimmten Stellen Löschwasser gegen zukünftige Waldbrände zur Verfügung zu haben. Weitere Informationen und ein Spendenkonto finden Sie hier: https://ppl.pt/en/monchique-com-futuro

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Foto vom Stammtisch der DPG Berlin/Brandenburg am 26.9.2019 im Café Lisboa in Berlin

Stammtisch der DPG Berlin/Brandenburg am 26.9.2019 im Café Lisboa in Berlin

012 | BERLIN, 26.9.2019 | Der Landesverband der DPG Berlin/Brandenburg hat mal wieder zum Stammtisch ins Café Lisboa eingeladen. Es sind circa 20 Personen gekommen, die sich in lockerer Atmosphäre angeregt unterhalten. Bei wunderbarem portugiesischem Essen und Getränken wird auch über die Zukunft der DPG und speziell des Berliner Landesverbandes gesprochen. 

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011 | WELTERBE | Die UNESCO hat in ihrer Vergabesitzung den Titel »Welterbe« an zwei einzigartige Baudenkmäler in Portugal verliehen:
– Palast von Mafra mit Jardim do Cerco und Tapada
– Bom Jesus do Monte in Braga
Der Palast von Mafra stand lange Zeit auf der Warteliste. In der UNESCO-Sitzung (in der zum Beispiel Portugal und Deutschland kein Stimmrecht haben) ist es der Initiative von Brasilien und Angola zu verdanken, dass Portugals größte Barockanlage am 7. Juli 2019 als kulturelles Erbe der Menschheit anerkannt wurde. 
Die Anlage Bom Jesus do Monte in Braga mit der imponierenden barocken Treppenanlage und der Wallfahrtskirche  kam dagegen nach relativ kurzer Vorbereitungszeit auf die Welterbe-Liste. 
Bei beiden Anerkennungen würdigte die UNESCO auch die weltweiten Bezüge der Anlagen.

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Sardinhada am 15.6.2019 in Leipzig · © DPG

010 | SARDINHADA IN LEIPZIG AM 15.6.2019 | Sardinen, Sonne, super Stimmung – was für ein toller Tag bei der Sardinhada, die Leipzigs Portugal-Freunde für sich und vor allem für portugiesische Musikstudenten organisiert hatten! Als kleines Dankeschön für das Konzert, das die jungen Portugiesen am 25. April zum Jahrestag der Nelkenrevolution vor sehr vielen Gästen gegeben hatten. Gut vorstellbar, dass Leipzig auch künftig Konzerte mit portugiesischer Musik erleben wird – und vielleicht auch solche Sardinhadas.

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Foto vom DPG-Stammtisch am 16. April 2019 in Berlin

Der DPG-Stammtisch am 16. April 2019 in Berlin · Foto: © Paula Goyke

009 | DPG-STAMMTISCH IN BERLIN | Am 16. April 2019 ist es endlich wieder soweit: Die DPG lädt zum Stammtisch ins Café Lisboa. Die Anwesenden verbringen bei leckeren Speisen und Getränken einen gemütlichen Abend. Interessierte nutzen die Gelegenheit, die DPG kennenzulernen. Es wird auf die Lesung des portugiesischen Autors Almeida Faria am 14. Mai im Literaturhaus hingewiesen. Alle Anwesenden sind sich einig: ein wundervoller Abend!

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Alexandra Klobouk und Ruth Tobias am 21.2.2019 im Berliner Literatur-Haus

Die Autorin Alexandra Klobouk (li.) und Ruth Tobias, Vorsitzende des DPG-Landesverbandes Berlin/Brandenburg · Foto: © Michael W. Wirges

008 | LESUNG MIT ALEXANDRA KLOBOUK IN BERLIN | Alexandra Klobouk hat einige ihrer Bücher am 21. Februar 2019 in Berlin vorgestellt. Durch das große Glück, die begnadete Köchin Rita Cortes Valente de Oliveira kennengelernt zu haben, weiß sie um einige Geheimnisse des portugiesischen Essens, die zum Teil in ihr Buch »Die portugiesische Küche« eingeflossen sind. Im Literaturhaus Berlin hat sie über Fisch im Teigmantel, Carpaccio de Bacalhau und Grüne Bohnen im Teigmantel gesprochen und den ca. 20 ZuhörerInnen erklärt, wie man Muscheln ohne Risiko genießt. Einige Passagen aus ihrem Buch »Lissabon – im Land am Rand« («Lisboa – num país sempre à beira») haben ihre Lesung abgerundet und deutlich gemacht, warum sie Land und Leute liebt. Ihre Illustrationen und Rezepte sprechen den Lisboetas einfach aus der Seele. Alles in allem ein wundervoller Abend!
Weitere Informationen

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Foto vom Saxophon-Konzert am 30.11.2018 in Freiburg

Saxophon-Konzert am 30.11.2018 in Freiburg · Foto: © DPG – Stadtsektion Freiburg

007 | DESTINOS CRUZADOS: EINE MUSIKALISCHE REISE NACH PORTUGAL | Unter diesem Motto fand am 30. November 2018 im historischen Peterhof-Keller im Zentrum Freiburgs ein Saxophon-Konzert mit einem deutsch-portugiesischen Ensemble statt. Das Quartett bestand aus den Musikern Romeu Costa (Musikkonservatorium Braga), Fernando Ramos (Musikhochschule Porto), Vincent Haïssaguerre (Musikschule Tübingen) und Ingo Sadewasser (Musikschule Tübingen). Auf dem musikalischen Weg nach Portugal, mit Werken von Bernardo Sassetti und Luiz Costa, machte das Quartett auch in Deutschland, Frankreich oder Spanien halt, u.a. mit Darbietungen von Kurt Weil, Claude Debussy und Pedro Iturralde.

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Werner Tobias bei seinem Vortrag »Fliesenkunst in Portugal

Werner Tobias erklärt einem interessierten Publikum die »Fliesenkunst in Portugal« · © Herbert Schlemmer (2018)

006 | FLIESENKUNST IN PORTUGAL | Am 8.11.2018 hielt DPG-Mitglied Werner Tobias im Hotel Pestana in Berlin vor einem interessierten Publikum von 45 Personen einen Vortrag über das Thema »Fliesenkunst in Portugal«. Aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfend, schlug der Vortragende einen Bogen von den ersten portugiesischen Fliesen über die Blütezeit holländischer Fliesenmalerei in Portugal bis in die Moderne der fliesendekorierten Metrostationen in Lissabon.
Der Vortragende hatte neben Fotos portugiesischer Fliesenkunst in allen öffentlichen Räumen zahlreiche Ansichtsexemplare mitgebracht. Geschmückt wurde der Saal zudem von einem Fliesenbild der Fliesenmalerin Ulrike Pohl, die DPG-Mitgliedern durch ihr »Kachel-Atelier« in der Leibnizstraße in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf seit langen Jahren ein Begriff ist.
Ein gemütliches Beisammensein bei Snacks rundete den Abend ab.
Weitere Informationen zum Kachel-Atelier

Foto von Werner Tobias bei seinem Vortrag »Fliesenkunst in Portugal

Werner Tobias bei seinem Vortrag »Fliesenkunst in Portugal« · © Herbert Schlemmer (2018)

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005 | 2. DPG-STAMMTISCH IN BERLIN | Am 18. September 2018 fand in Berlin-Wilmersdorf im Café Lisboa der zweite Stammtisch der Berlin-Brandenburgischen Sektion der DPG statt. Über 24 alte und neue Mitglieder fanden sich zu einem gemütlichen und zwanglosen Zusammensein bei leckerer portugiesischer Küche ein.
Es wurden viele interessante Gespräche über das (harmonische) deutsch-portugiesische Zusammenleben, über Wünsche der Mitglieder und Projekte für die Zukunft geführt. Und natürlich wurden auch die nächsten (spannenden) Termine der Berlin Brandenburgischen Landessektion der DPG erwähnt – der Vortrag von Werner Tobias über FLIESENKUNST IN PORTUGAL am 8. November um 19 Uhr im Hotel Pestana in Berlin und die Weihnachtsfeier/Jantar de Natal am 11. Dezember 2018. Wir haben uns mit einer großen Mehrheit dazu entschlossen, eine Feier zu organisieren, zu der jeder mit leckeren Spezialitäten beitragen kann. Der Ort wird noch bekannt gegeben.
Und natürlich haben wir viele neue Ideen für das Jahr 2019!

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Foto des gut besuchten DPG-Stammtisch am 20.3.2018 in Berlin

Gut besuchter DPG-Stammtisch am 20.3.2018 in Berlin · © Herbert Schlemmer

004 | DPG-STAMMTISCH IN BERLIN | Am 20.3.2018 fand in Berlin-Wilmersdorf im Café Lisboa der erste Stammtisch der Berlin-Brandenburgischen Sektion der DPG statt. Über 20 alte und neue Mitglieder fanden sich zu einem gemütlichen und zwanglosen Zusammensein bei deutschen Ostereiern und portugiesischer Küche ein. Der Stammtisch ist der erste Schritt zu einem kulturellen und kulinarischen Programm, das die beiden neuen Leiterinnen der Landessektion Berlin-Brandenburg, Paula Goyke und Ruth Tobias, für die DPG organisieren.

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Foto bei der Vernissage für die Ausstellung von Michael Goyke

Mitglieder der DPG bei der Vernissage der Ausstellung von Michael Goyke · © 2018 Cristina Dangerfield-Vogt

003 | AUSSTELLUNG MIT WERKEN VON MICHAEL GOYKE | Michael Goyke ist 1962 in Duisburg geboren und lebt seit 1999 in Berlin. Die Kraft, die zur Entstehung seiner Werke führt, ist das innere Verlangen, malerische und skulpturale Wirkungen zu verbinden. Dabei verwendet er u.a. textile Stoffe als Material. Zusammengeknüllt auf den Träger gebracht offenbaren sich in den gebirgsähnlichen Erhöhungen und Vertiefungen mit ihren Licht- und Schatteneffekten plötzlich mystische Gestalten und Figuren. Mal steht am Anfang eine Idee, mal ist es der »Zufall« des Stoffes, der die Form bestimmt und diese Geschöpfe entstehen lässt.
Auffallend sind die – in seinen Werken immer wiederkehrenden – schwebenden Miniatur-Meteoriten, mit denen er seine Figuren umgibt. Diese bewirken eine besondere Plastizität und verleihen den Bildern eine geradezu surreale, irdische und überirdische, kosmische Aura.
Goyke zeigt hier einige seiner Arbeiten, bei denen er mit verschiedenen Materialien gearbeitet hat, aber auch Werke, gemalt in anderen Techniken, welche uns einen Einblick in seine inneren Traumwelten gewähren.
Die Ausstellung läuft vom 10. März bis zum 6. April 2018 in der Wein-Bar 7 Mares, Heimstraße 3, 10965 Berlin; Mo.–Sa., 18.30–22.30 Uhr
Weitere Informationen

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Taste Portugal 2018: Foto von Herbert Schlemmer

Taste Portugal 2018 · © Herbert Schlemmer

002 | TASTE PORTUGAL | Wie schon im vergangenen Jahr, fand auch 2018 die Kampagne »Taste Portugal« zur Bekanntmachung und Förderung von kulinarischen Produkten und Weinen aus Portugal statt. Vom 15. bis 17. März 2018 wurden in der Marheinicke Markthalle in Berlin-Kreuzberg typisch portugiesische, mit Liebe und Sorgfalt von Hand hergestellte ­Lebensmittel zur freien Verkostung angeboten, Produkte von portugiesischen Winzern, Ölerzeugern, Metzgereien, Käsemanufakturen, Honig- und Salzproduzenten. Als kulinarischer Botschafter war der bekannte TV-Koch Vitor Sobral anwesend, der ein Showcooking portugiesischer Spezialitäten veranstaltete, begleitet von der bekannten portugiesischen Musikgruppe »Trio Fado« aus Berlin. Die Veranstaltung wurde am Abend fortgesetzt mit einem Abendessen im ­Restaurant »Anabelas Kitchen« in Berlin-­Charlottenburg. Auch hier war Vitor ­Sobral anwesend, „»Trio Fado« rundete den Abend musikalisch ab. Vitor Sobral verlieh Urkunden an Inhaber der Restaurants aus Berlin und Umgebung, die zum weltweiten Netzwerk »Taste Portugal« gehören. (AUTOR: Michael W. Wirges)
Weitere Informationen (auf englisch)

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Foto von Herbert Schlemmer auf der Grünen Woche 2018 in Berlin

Auf der Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin · © Herbert Schlemmer

001 | INTERNATIONALE GRÜNE WOCHE (19.–28.1.2018 in Berlin): Der portugiesische Botschafter João António da Costa Mira Gomes besucht den portugiesischen Stand auf der Messe.
Weitere Informationen

Alexandra Klobouk: Die portugiesische Küche

Cover des Buches von Alexandra Klobouk – Die portugiesische Küche

Wie sich vielleicht einige erinnern, hat Alexandra Klobouk einige ihrer Bücher am 21. Februar 2019 in Berlin vorgestellt. Im Literaturhaus Berlin hat sie über Fisch im Teigmantel, Carpaccio de Bacalhau und Grüne Bohnen im Teigmantel gesprochen und den ca. 20 ZuhörerInnen erklärt, wie man Muscheln ohne Risiko genießt. Ihre Illustrationen und Rezepte sprechen vielen Lisboetas schlichtweg aus der Seele. 
Hier ist nun für alle, die neugierig geworden sind, der Link zu ihrem Buch Die portugiesische Küche/A cozinha portuguesa.

Jahrestagung 2019

Wahlen des Präsidiums und des geschäftsführenden Vorstands • von Gabriele Baumgarten-Heinke

Liebe Mitglieder,
entsprechend § 13 der Satzung der DPG haben wir in diesem Jahr im Rahmen der Mitgliederversammlung die Auf­gabe, ein neues Präsidium und einen neuen geschäftsführenden Vorstand zu wählen. Zusätzlich werden zwei RechnungsprüferInnen gewählt.
Der geschäftsführende Vorstand besteht aus der PräsidentIn, einer stellvertretenden PräsidentIn und einer SchatzmeisterIn. Das Präsidium besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand und vier VizepräsidentInnen. Jedes Mitglied kann sich zur Wahl stellen, insofern es seine Mitgliedsbeiträge bezahlt hat. Anträge auf Kandidatur zu einem dieser ehrenamtlichen Posten sowie alle Anträge, die zur Mitgliederversammlung beschlossen werden sollen, reichen Sie bitte bis zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung (Stichtag: 25.10.2019) schriftlich bei der DPG-­Geschäftsstelle ein. Vielen Dank!
Melden Sie sich jetzt an!
Tagungshotel: Hotel Aquino, Katholische Höfe, Berlin-Mitte, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin +++ www.hotel-aquino.de
Übernachtung im Hotel: Die Buchung von Zimmern im Tagungshotel Aquino ist bis zum 8.10.2019 unter dem Stichwort »DPG« möglich: info@hotel-aquino.de +++ Tel.: 030 | 284860
Programm und Anmeldung: Das gesamte Programm und das Formular zur Anmeldung zur Mitgliederversammlung 2019 finden Sie im Portugal Report 075 und auf der Website der DPG.
Wir freuen uns auf Sie!

Literatur-Veranstaltung in Silves (Algarve)

Bild von der Einladung zum LUSO-LIT in Silves

LUSO-LIT – Portuguese Literature for everybody

Der Startschuss für den literarischen Zirkel LUSO-LIT mit der an der Algarve ansässigen Buchautorin Catrin George Ponciano fällt am 8. Juni 2019 in Silves-Gare im Künstler-Atelier «O Templo do Tempo».
Die Autorin stellt den Portugal-Tag am 10. Juni vor und seinen literarischen Bezug zum Nationaldichter Luis de Camões. Dazu erzählt sie ein wenig über sich selbst und ihr aktuelles Reisebuch «111 places along the Algarve».
Die Veranstaltung findet in einem besonderen Rahmen statt, nämlich in der Werkstatt des national bekannten Bildhauers António Villares Pires. Hier sollen auch zukünftig die in loser Folge vierteljährlich geplanten, literarischen Stelldicheins an der Algarve stattfinden, die sich mit portugiesischer Literatur und lusophoner Autorenwelt beschäftigen. 
Ziel dieser Stelldicheins ist es, Künstler, Avantgardisten, Musiker und Autoren mit Literatur-Begeisterten aus den hier residierenden Kulturkreisen zusammenzubringen, die das Interesse an Literatur zu teilen. Zum mehrsprachigen Verständnis finden die «Luso-Lit»-Zusammenkünfte in englischer Sprache statt.
Eine Buch-Tauschbörse ist künftig ebenso geplant wie musikalische Interludien, Der Eintritt ist frei, ein Hut geht um. 

Ankündigung: Im Herbst stellt Catrin George Ponciano den Schriftsteller Fernando Pessoa und seine Heteronyme vor. Das Datum wird rechtzeitig bekannt gegeben.

O Templo do Tempo
Largo da Estação de Silves
8300-054 Silves (Algarve/Portugal)
Samstag, den 8. Juni um 18 Uhr

Kontakt, Infos, Anmeldung bei Catrin George Ponciano:
Mobil: 00351-969052712
E-Mail: catringeorge@yahoo.de
https://otemplodotempo.pt/

Portugals Musik-Museum in Mafra

Foto vom Südflügel des Palastes von Mafra

Das Musik-Museum zieht in den Palast • von Andreas Lausen

Jetzt ist es amtlich: Das künftige Museu Naçional da Música wird im Palast von Mafra eingerichtet. Der entsprechende Vertrag wurde am 31. Januar 2019 im Thronsaal von Mafra unterzeichnet. Gleichzeitig stellte die Regierung eine Finanzierung von 1 Million Euro für die Umbaukosten bereit.
Portugals Kulturministerin Graça Fonseca erklärte, das Museum erhalte so den historisch und kulturell richtigen Rahmen. Bereits jetzt genießt das weltweit einzigartige musikalische Ensemble von Mafra Weltruf. Es besteht aus sechs aufeinander abgestimmten Orgeln in der Basilika und aus zwei Glockenspielen in den Türmen.
Von den 1200 Räumen im Palast werden künftig einige das Musikmuseum beherbergen. Den Erbauer des Komplexes, König João V. (1689–1750), würde es freuen, denn er gab große Summen des Staatshaushalts für Malerei, Musik, Bildhauerei und Architektur aus. Auch der Antrag Portugals bei der UNESCO, den Palast als kulturelles Welterbe einzustufen, dürfte mit dem neuen Museum mehr Chancen haben.

Vortrag zum Gefangenenlager in Breesen

Foto von Kriegsgefangenen beim Abwasch im Lager Breesen

Abwasch vertrieb ein bisschen die Langeweile in Breesen · © Repro: Andreas Lausen

Andreas Lausen (DPG) spricht in seinem Vortrag über das Gefangenenlager mit portugiesischen Offizieren in Breesen / Mecklenburg (1917–1919)

In Portugal sind die Erinnerung an den I. Weltkrieg und die Kriegsgefangenschaft portugiesischer Soldaten in Deutschland immer noch sehr lebendig, in Deutschland dagegen weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Deutsch-Portugiesische Gesellschaft wollen dem Vergessen entgegenwirken.
Das Lager von Breesen – zwischen Ratzeburg und Gadebusch –, an das vor Ort nur wenig erinnert, ist unter anderem Gegenstand eines Kolloquiums im Rathaus der Stadt Parchim. Es steht unter dem Titel »Welt hinter Stacheldraht«. DPG-Mitglied Andreas Lausen wird über Ergebnisse seiner langjährigen Forschung zum Lager in Breesen berichten. Dabei wird er auch seltene Fotos aus dem alltäglichen Leben der Gefangenen zeigen.
Verglichen mit dem Leben der einfachen Soldaten in der Gefangenschaft hatten Offiziere einige Privilegien. Daher wird auch die Gefangenschaft der Mannschaften beleuchtet, die im Lager Parchim untergebracht waren. 
Veranstaltung im Rathaus von Parchim am Donnerstag, den 29. August 2019 um 17.30 Uhr.  Anmeldungen bitte an Andreas Lausen, Tel. 038876 | 31650.