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Short News

Foto vom Saxophon-Konzert am 30.11.2018 in Freiburg

Saxophon-Konzert am 30.11.2018 in Freiburg · Foto: © DPG – Stadtsektion Freiburg

007 | DESTINOS CRUZADOS: EINE MUSIKALISCHE REISE NACH PORTUGAL | Unter diesem Motto fand am 30. November 2018 im historischen Peterhof-Keller im Zentrum Freiburgs ein Saxophon-Konzert mit einem deutsch-portugiesischen Ensemble statt. Das Quartett bestand aus den Musikern Romeu Costa (Musikkonservatorium Braga), Fernando Ramos (Musikhochschule Porto), Vincent Haïssaguerre (Musikschule Tübingen) und Ingo Sadewasser (Musikschule Tübingen). Auf dem musikalischen Weg nach Portugal, mit Werken von Bernardo Sassetti und Luiz Costa, machte das Quartett auch in Deutschland, Frankreich oder Spanien halt, u.a. mit Darbietungen von Kurt Weil, Claude Debussy und Pedro Iturralde.

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Werner Tobias bei seinem Vortrag »Fliesenkunst in Portugal

Werner Tobias erklärt einem interessierten Publikum die »Fliesenkunst in Portugal« · © Herbert Schlemmer (2018)

006 | FLIESENKUNST IN PORTUGAL | Am 8.11.2018 hielt DPG-Mitglied Werner Tobias im Hotel Pestana in Berlin vor einem interessierten Publikum von 45 Personen einen Vortrag über das Thema »Fliesenkunst in Portugal«. Aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfend, schlug der Vortragende einen Bogen von den ersten portugiesischen Fliesen über die Blütezeit holländischer Fliesenmalerei in Portugal bis in die Moderne der fliesendekorierten Metrostationen in Lissabon.
Der Vortragende hatte neben Fotos portugiesischer Fliesenkunst in allen öffentlichen Räumen zahlreiche Ansichtsexemplare mitgebracht. Geschmückt wurde der Saal zudem von einem Fliesenbild der Fliesenmalerin Ulrike Pohl, die DPG-Mitgliedern durch ihr »Kachel-Atelier« in der Leibnizstraße in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf seit langen Jahren ein Begriff ist.
Ein gemütliches Beisammensein bei Snacks rundete den Abend ab.
Weitere Informationen zum Kachel-Atelier

Foto von Werner Tobias bei seinem Vortrag »Fliesenkunst in Portugal

Werner Tobias bei seinem Vortrag »Fliesenkunst in Portugal« · © Herbert Schlemmer (2018)

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005 | 2. DPG-STAMMTISCH IN BERLIN | Am 18. September 2018 fand in Berlin-Wilmersdorf im Café Lisboa der zweite Stammtisch der Berlin-Brandenburgischen Sektion der DPG statt. Über 24 alte und neue Mitglieder fanden sich zu einem gemütlichen und zwanglosen Zusammensein bei leckerer portugiesischer Küche ein.
Es wurden viele interessante Gespräche über das (harmonische) deutsch-portugiesische Zusammenleben, über Wünsche der Mitglieder und Projekte für die Zukunft geführt. Und natürlich wurden auch die nächsten (spannenden) Termine der Berlin Brandenburgischen Landessektion der DPG erwähnt – der Vortrag von Werner Tobias über FLIESENKUNST IN PORTUGAL am 8. November um 19 Uhr im Hotel Pestana in Berlin und die Weihnachtsfeier/Jantar de Natal am 11. Dezember 2018. Wir haben uns mit einer großen Mehrheit dazu entschlossen, eine Feier zu organisieren, zu der jeder mit leckeren Spezialitäten beitragen kann. Der Ort wird noch bekannt gegeben.
Und natürlich haben wir viele neue Ideen für das Jahr 2019!

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Foto des gut besuchten DPG-Stammtisch am 20.3.2018 in Berlin

Gut besuchter DPG-Stammtisch am 20.3.2018 in Berlin · © Herbert Schlemmer

004 | DPG-STAMMTISCH IN BERLIN | Am 20.3.2018 fand in Berlin-Wilmersdorf im Café Lisboa der erste Stammtisch der Berlin-Brandenburgischen Sektion der DPG statt. Über 20 alte und neue Mitglieder fanden sich zu einem gemütlichen und zwanglosen Zusammensein bei deutschen Ostereiern und portugiesischer Küche ein. Der Stammtisch ist der erste Schritt zu einem kulturellen und kulinarischen Programm, das die beiden neuen Leiterinnen der Landessektion Berlin-Brandenburg, Paula Goyke und Ruth Tobias, für die DPG organisieren.

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Foto bei der Vernissage für die Ausstellung von Michael Goyke

Mitglieder der DPG bei der Vernissage der Ausstellung von Michael Goyke · © 2018 Cristina Dangerfield-Vogt

003 | AUSSTELLUNG MIT WERKEN VON MICHAEL GOYKE | Michael Goyke ist 1962 in Duisburg geboren und lebt seit 1999 in Berlin. Die Kraft, die zur Entstehung seiner Werke führt, ist das innere Verlangen, malerische und skulpturale Wirkungen zu verbinden. Dabei verwendet er u.a. textile Stoffe als Material. Zusammengeknüllt auf den Träger gebracht offenbaren sich in den gebirgsähnlichen Erhöhungen und Vertiefungen mit ihren Licht- und Schatteneffekten plötzlich mystische Gestalten und Figuren. Mal steht am Anfang eine Idee, mal ist es der »Zufall« des Stoffes, der die Form bestimmt und diese Geschöpfe entstehen lässt.
Auffallend sind die – in seinen Werken immer wiederkehrenden – schwebenden Miniatur-Meteoriten, mit denen er seine Figuren umgibt. Diese bewirken eine besondere Plastizität und verleihen den Bildern eine geradezu surreale, irdische und überirdische, kosmische Aura.
Goyke zeigt hier einige seiner Arbeiten, bei denen er mit verschiedenen Materialien gearbeitet hat, aber auch Werke, gemalt in anderen Techniken, welche uns einen Einblick in seine inneren Traumwelten gewähren.
Die Ausstellung läuft vom 10. März bis zum 6. April 2018 in der Wein-Bar 7 Mares, Heimstraße 3, 10965 Berlin; Mo.–Sa., 18.30–22.30 Uhr
Weitere Informationen

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Taste Portugal 2018: Foto von Herbert Schlemmer

Taste Portugal 2018 · © Herbert Schlemmer

002 | TASTE PORTUGAL | Wie schon im vergangenen Jahr, fand auch 2018 die Kampagne »Taste Portugal« zur Bekanntmachung und Förderung von kulinarischen Produkten und Weinen aus Portugal statt. Vom 15. bis 17. März 2018 wurden in der Marheinicke Markthalle in Berlin-Kreuzberg typisch portugiesische, mit Liebe und Sorgfalt von Hand hergestellte ­Lebensmittel zur freien Verkostung angeboten, Produkte von portugiesischen Winzern, Ölerzeugern, Metzgereien, Käsemanufakturen, Honig- und Salzproduzenten. Als kulinarischer Botschafter war der bekannte TV-Koch Vitor Sobral anwesend, der ein Showcooking portugiesischer Spezialitäten veranstaltete, begleitet von der bekannten portugiesischen Musikgruppe »Trio Fado« aus Berlin. Die Veranstaltung wurde am Abend fortgesetzt mit einem Abendessen im ­Restaurant »Anabelas Kitchen« in Berlin-­Charlottenburg. Auch hier war Vitor ­Sobral anwesend, „»Trio Fado« rundete den Abend musikalisch ab. Vitor Sobral verlieh Urkunden an Inhaber der Restaurants aus Berlin und Umgebung, die zum weltweiten Netzwerk »Taste Portugal« gehören. (AUTOR: Michael W. Wirges)
Weitere Informationen (auf englisch)

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Foto von Herbert Schlemmer auf der Grünen Woche 2018 in Berlin

Auf der Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin · © Herbert Schlemmer

001 | INTERNATIONALE GRÜNE WOCHE (19.–28.1.2018 in Berlin): Der portugiesische Botschafter João António da Costa Mira Gomes besucht den portugiesischen Stand auf der Messe.
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Schwammkuchen

Foto des Gerichts Pão de Ló de Alfeizerão

Schwammkuchen/Pão de Ló de Alfeizerão • Rezept von Paula Goyke

 
Schwierigkeitsgrad: normal
Dauer: ca. 15 Minuten
Zutaten/Zubereitung:
8 große Eier, getrennt, 100 g Zucker, 50 g Mehl mit Backpulver (ca. 1 Teelöffel), und etwas Vanille- oder Mandelextrakt
• Den Backofen auf 225° C vorheizen. 
• Eigelbe und Zucker schaumig schlagen. Das Mehl portionsweise hineinsieben und zusammen mit dem Extrakt mit einem großen Löffel unterheben. 
• Mit einem sauberen Schneebesen das Eiweiß steif schlagen und 2 oder 3 EL in die Eigelbmasse rühren. Dann den Rest in drei Portionen unterheben. 
• Den Teig in eine beschichtete Springform (∅ 20 cm) mit gefettetem Backpapier geben und 15−20 Minuten backen, bis er auf Druck nachgibt und hellbraun ist. Einige Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. 
Der Pão de Ló de Alfeizerão − original gebacken im Kloster S. Maria de Cós in der Nähe von Alcobaça − wurde von König Dom Carlos I. sehr gerne gegessen und ist in ganz Portugal bekannt. Laut Legende wurde der Kuchen einmal nicht ganz durchgebacken serviert. Der König war total begeistert und seitdem wurde der Kuchen immer so gebacken.
Pão de Ló wurde − wie viele andere leckere Süßspeisen − von Nonnen in  Klöstern gebacken. Die Kloster-Rezepte haben die traditionellen portugiesischen Speisen positiv beeinflusst.

Schweinefleisch mit Venusmuscheln

Foto des Gerichts Carne de Porco

Schweinefleisch mit Venusmuscheln
Carne de Porco à Alentejana • Rezept von Paula Goyke

 
Ein typisches portugiesisches Gericht aus der Region Algarve − aber auch in ganz Portugal bekannt − ist Schweinefleich mit Venusmuscheln/Carne de Porco à Alentejana. Es wird so genannt wegen des Schweinefleisches aus dem Alentejo, das − wie wir wissen − durch die Ernährung der Schweine mit Eicheln ­äußerst geschmackvoll ist. Es ist eines der bekanntesten Gerichte der portugiesischen Gastronomie.
 
Kochzeit: ca. 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: leicht
 
Zutaten (für 4 Personen):
• 1 kg Schweinefleisch, 70 g Paprikapulver, 10 gemahlene Pfefferkörner, 1 Lorbeerblatt, 2 dl Weißwein, einige Knoblauchzehen, 2 Nelken, Schweineschmalz, 1 kg ­Venusmuscheln, 2 mittelgroße reife ­Tomaten, 1 dl Olivenöl, 1 Zwiebel, 1 Bund frischer Koriander, Salz und Pfeffer, Öl zum Frittieren, 500 g gewürfelte Kartoffeln
 
Zubereitung
• Das Fleisch in Würfel schneiden und mit einer Marinade aus Paprika, Salz, Pfeffer, Lorbeer, Weißwein, Knoblauch und Nelken marinieren. 
• Nach einigen Stunden das Fleisch in Schweineschmalz braten. Wenn die Würfel goldfarben sind, die Marinade dazu gießen und alles köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.
• In der Zwischenzeit die Muscheln vorbereiten. Die Muscheln zunächst ca. eine Stunde in salziges Wasser stellen und danach mehrmals mit sauberem Wasser abwaschen.
• Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl braten. Wenn der Knoblauch goldgelb ist, können Sie ihn aus der Pfanne nehmen. Die passierten Tomaten ohne Haut und Samenkerne in die Pfanne geben. Sobald Tomaten und Zwiebeln gar sind, die Muscheln dazugeben, bis sie sich unter großer Hitze öffnen lassen. Jetzt auf einer Platte alles zusammen mit dem Fleisch und der Sauce anrichten. 
• Die gewürfelten Kartoffeln frittieren und als Beilage servieren. Fleisch und Muscheln mit gehacktem Koriander und Zitronenspalten dazulegen.
Bom apetite!
 

Werner Schümann ist tot

Die Deutsch-Portugiesische Gesellschaft e.V. trauert um ihr Ehrenmitglied Werner Schümann. Er verstarb im Alter von 94 Jahren am 30. März 2018 in seiner Heimatstadt Hamburg.

Seine Kontakte zu den portugiesischsprachigen Ländern pflegte er sein Leben lang, sowohl beruflich im Im- und Exportgeschäft als auch im privaten Leben. Seit dem 1. Februar 1965 gehörte er der Deutsch-Portugiesischen Gesellschaft an. 1978 rief er den Landesverband Hamburg ins Leben, den er bis 1994 erfolgreich als Präsident führte. Unvergessen bleiben mehr als 200 Veranstaltungen, die er mit hanseatischem Verstand und portugiesischem Herzen organisierte. In dieser Glanzzeit deutsch-portugiesischer Freundschaft vermochte er es, bei Deutschen und Portugiesen die Begeisterung für unser Partnerland zu wecken und zu erhalten.

Wir denken mit Dankbarkeit und Bewunderung an einen großen Freund Portugals. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Anny und seiner Familie.

Muito obrigado, Werner !

Michael W. Wirges, Präsident der DPG
Harald Heinke, Ehrenpräsident der DPG

Berlin, 31. März 2018

Teilen Sie diese Nachricht bitte in Ihrem Umfeld und nutzen Sie das Kommentar-Feld gerne für Ihre Anteilnahme und Beileidsbekundung. Vielen Dank!

Portugal ist 2021 Gastland der Leipziger Buchmesse

Pressemitteilung der Botschaft Portugals
Portugal nimmt in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge an der zweitgrößten Buchmesse Deutschlands und einer der wichtigsten Europas teil und wird im Jahr 2021 Gastland der Leipziger Buchmesse sein.

Bei der Leipziger Buchmesse 2018, die zwischen dem 15. und 18. März stattfindet, werden die portugiesischen Schriftsteller Almeida Faria, Isabel Figueiredo, Rui Cardoso Martins, Miguel-Manso und Marta Chaves anwesend sein; die Kapverdier Arménio Vieira (Camões-Preis 2009) und Filinto Elísio; ebenso Bernardo Carvalho, der brasilianische Schriftsteller, der bereits zweimal mit dem Jabuti-Preis ausgezeichnet wurde, und Ricardo Domeneck, der seit 2002 in Berlin lebende brasilianische Lyriker und Übersetzer. Kalaf Epalanga (Schriftsteller und Musiker aus Angola, der in Lissabon und Berlin lebt) wird an einem Gespräch über portugiesischsprachige Literatur teilnehmen. Darüber hinaus wird die erste deutschsprachige Ausgabe der Autorin Hélia Correia (Camões-Preis 2015) vorgestellt, die auch aus ihrer Anwesenheit auf der Leipziger Buchmesse 2016 resultiert. Diana Gomes Ascenso, Wissenschaftlerin an der Freien Universität Berlin, stellt ihre Dissertation “Resistência Poética no Estado Novo – A Poesia de Sophia de Mello Breyner Andersen” im Gespräch mit Prof. Dr. Verena Dolle von der Universität Gießen vor, die dem literarischen Werk von Sophia de Mello Breyner gewidmet ist, einer der größten Namen der portugiesischen Literatur. Die Autorin wurde 1999 mit dem Camões-Preis ausgezeichnet, eines ihrer Werke wurde in Deutschland veröffentlicht, weiterhin sind ihre Gedichte in einigen Anthologien zu finden.

Die Planung und Koordination der portugiesischen Teilnahme an der Leipziger Buchmesse liegt in der Verantwortung des Camões – Instituto da Cooperação e da Língua und der Botschaft von Portugal in Berlin.

Die Präsenz auf der Leipziger Buchmesse ist eine Initiative im Rahmen der Auswärtigen Kulturpolitik Portugals, bei der das Camões – Instituto da Cooperação e da Língua, die DGLAB – Direção Geral do Livro, dos Arquivos e das Bibliotecas (Ministerium für Kultur), die Calouste Gulbenkian Stiftung, die EGEAC – Empresa de Gestão de Equipamento e Animação Cultural/Casa Fernando Pessoa, und verschiedene portugiesische und deutsche Verlage kooperieren.

Portugal war im Jahr 2016 zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Dieser Auftritt erfolgte im Rahmen der Arbeit der Botschaft von Portugal in Berlin im Bereich der Literatur und des Buches. Dazu gehören zum Beispiel auch die Einladung von deutschen Verlagen zur Lissaboner Buchmesse; die Verleihung eines Residenzstipendiums an Schriftsteller; ein Programm mit Lesungen auf der Frankfurter Buchmesse sowie eine enge Zusammenarbeit mit Verlegern, Übersetzern und Literaturfestivals in Deutschland.

Die Leipziger Messe, die aus historischen Gründen seit Jahren auf die Literatur aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa ausgerichtet ist, gewinnt zunehmend eine internationale Ausrichtung: Die Messe hatte zuletzt 2493 Aussteller aus 43 Ländern, 285.000 Besucher, davon 206.000 auf der Messe und 79.000 bei Leipzig Liest, sowie 56.500 Fachbesucher. Mehr als 3000 Journalisten berichten über die Messe- und Parallelveranstaltungen.

Mit über 10.000 Übersetzungen, die jährlich veröffentlicht werden, ist der deutsche Buchmarkt einer der größten der Welt.

Lissabon, 15. März 2018

Ensopado de Borrego

Foto der Ensopada de Borrego (Lamm-Eintopf)

Ensopado de Borrego (Lamm-Eintopf) · Foto: © Ana Paula Goyke

Ensopado de Borrego (Lamm-Eintopf) · Rezept von Ana Paula Goyke

Dieses Rezept ist aus mehreren Inspirationsquellen entstanden. Ich hoffe, der Lamm-Eintopf schmeckt euch!
 
• Arbeitszeit: ca. 20 min
• Kochzeit: ca. 40 min
• Schmorzeit: einige Stunden
• Schwierigkeitsgrad: leicht
 
Zutaten für 4 Personen:
• ca. 1 kg Lammfleisch (zum Schmoren)
• 1 dl Olivenöl
• 2 mittelgroße Zwiebeln, grob gehackt
• 3 Knoblauchzehen, zerdrückt
• 2 große Karotten, in Scheiben geschnitten
• 2 reife Tomaten oder 1 Suppenlöffel ­Tomatenmark
• 1 dl Weißwein
• 1 Suppenlöffel Schweineschmalz
• etwas Mehl
• Wasser
• Weißbrot, frittiert
• Salz und Pfeffer
• Petersilie
 
Für die Marinade:
• 1 dl Olivenöl
• 1 Lorbeerblatt
• 1 Zwiebel, grob gehackt
• Piri-Piri (Tabasco)
• Rosmarin und Minze, grob gehackt
• Saft von 2 Zitronen
• 1 Glas Weißwein
• schwarze Pfefferkörner, zermörsert
• 1 Teelöffel Paprikapulver
• 4 Knoblauchzehen, grob gehackt
• etwas Salz
 
Das Fleisch in Stücke schneiden. Die Zutaten mit der Marinade vermischen und die Fleischstücke hinzufügen. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
Fleischstücke aus der Marinade nehmen, in Mehl wälzen und im Schweineschmalz anbräunen. Dann beiseite stellen. In einem Topf die gehackte Zwiebel, den Knoblauch und das Tomatenmark (oder die reifen, gehackten Tomaten) in Olivenöl anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Lammstücke, Karottenscheiben und die Marinade dazu geben. Wenn nötig, etwas Wasser hinzufügen.
Einige Stunden bei niedriger Temperatur im geschlossenen Topf schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist. Mit Salz, Pfeffer aus der Mühle, Paprikapulver und eventuell Piri Piri (Tabasco) abschmecken. Die Flüssigkeit kontrollieren.
Das Weißbrot in Scheiben schneiden und in Öl knusprig frittieren. Das Brot auf einer Platte anrichten und das Fleisch und die Soße darüber geben. Mit frischer Petersilie und Minze dekorieren.
Dazu passen in Würfel geschnittene Pommes frites (oder gekochte Kartoffeln) und Blattsalat, in dünne Streifen geschnitten und mit Olivenöl, Zitronensaft und frischem Koriander gewürzt. 
Bom apetite!
 
 

Folar da Pascoa

Foto des portugiesischen Osterkuchens Folar da Pascoa

Folar da Pascoa · © Natalia Mylova/Fotolia

Folar da Pascoa

Mit einem portugiesischen Oster-Kuchen die Oster-Gäste beeindrucken • Rezept von Ana Paula Goyke
 
Arbeitszeit: ca. 30 Minuten + 30 Minuten
Ruhezeit: 90 Minuten
Backzeit: 45−50 Minuten
 
Zutaten für 6 Personen:
• 900g Weizenmehl
• 125g Zucker
• 125g Butter
• 200ml lauwarme Milch
• 40g Bio-Trockenhefe
• Orangensaft von einer Orange
• 3 Eier
• 1 Kaffeelöffel Zimt
• 1 Kaffeelöffel Anis (erva-doce)
• Salz
 
Zum Dekorieren:
• 1 geschlagenes Ei
• 1 gekochtes Ei
 
Zunächst die Hefe in der warmen Milch auflösen. Dann die Milch zusammen mit Hefe, Mehl, Zucker, Butter, Orangensaft, Eier, Zimt, Anis und ein kleines bisschen Salz in einen großen Topf legen und alles entweder mit den Händen oder mit dem Mixer sehr gut mischen. (Ich mache es immer mit den Händen …) Der Teig wird weich, hat aber eine festere Konsistenz als ein Kuchenteig. Ein bisschen Mehl darüber streuen und mit einem Tuch bedecken. Den zugedeckten Teig an einem warmen Ort 90 Minuten gehen lassen. 
Bestreuen Sie eine Arbeitsfläche mit Mehl und legen Sie den Teig darauf. Mit bemehlten Händen schlagen Sie den Teig bis er nicht mehr klebt. Wenn nötig, ein bisschen mehr Mehl dazugeben.
Folar da Páscoa formen (macht richtig Spaß!): Nehmen Sie ⅓ des Teigs und formen Sie damit zwei Röllchen. Der Rest des Teiges wird zu einer Kugel geformt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Mit den Händen den Teig etwas flach drücken, sodass ein Kreis entsteht. Das gekochte Ei mit Schale in die Mitte des Teiges legen. Machen Sie ein X mit den beiden Teigröllchen und legen Sie es über das Ei. Drücken Sie die Spitzen der Röllchen leicht an und bepinseln Sie das Ganze mit dem geschlagenen Ei. Im vorgewärmten Back-ofen (180° C) ca. 45−50 Minuten backen, bis der Folar goldbraun ist.
Tipp: Der Folar schmeckt am nächsten Tag getoastet und mit Butter noch besser! Hhmmmm, ich liebe es! Boa Páscoa!
 
 

Josef Wolters auf der N.R.P. Sagres

Josef Wolters mit António Manuel Maurício Camilo, dem Kommandanten der N.R.P. Sagres

Josef Wolters mit António Manuel Maurício Camilo, dem Kommandanten der N.R.P. Sagres

Josef Wolters auf der N. R. P. Sagres

Almada, gegenüber von Lissabon: Bei herrlichem Wetter übergibt Josef Wolters, DPG-Vorsitzende von Nord­rhein-­West­falen, eine Ausgabe des PORTUGAL REPORTs an António Manuel Maurício Camilo, Kommandant des portugiesischen Segelschulschiffes  N.R.P. SAGRES. Das Schiff ist am 30.10.1937 in der Werft Blohm & Voss in Hamburg vom Stapel gelaufen und diente früher der deutschen Kriegsmarine . Nach Beschlagnahme durch die Alliierten und den Verkauf an Brasilien gelangte es Anfang der 60er Jahr nach Portugal. Wolters besichtigt das gesamte Schiff und auch das Marinehauptquartier im Palácio Real da Alfeite mit dem dahinterliegenden Garten, der in diesem Jahr durch eine Aktion der Initiative Lisboa-Düsseldorf umgebaut wird. Am 8. Juni 2018 soll der neu gestaltete Garten mit einer feierlichen Zeremonie (wieder-) eröffnet werden.

Bolo Rei

Foto vom Bolo Rei

Bolo Rei – der König der Kuchen · © Andreas Lahn

Der König der Kuchen: Bolo Rei

Jede Konditorei in Lissabon hat »ihren« speziellen Bolo Rei im Angebot • 
Rezept von Ana Paula Goyke
 
Hier ist das Rezept vom »König der ­Kuchen«, dem Bolo Rei, unserem Weihnachtskuchen:
 
Zutaten:
• 750g Mehl
• 30g frische Hefe
• 150g Margarine
• 150g Zucker
• 4 Eier
• 150g kandierte Früchte
• 150g Trockenfrüchte
• Zitronenschale
• Orangenschale
• 1 dl Portwein
• 1 TL Salz
• 1 getrocknete dicke Bohne
• Puderzucker
• 1 kleines Geschenk
 
Die kandierten Früchte werden kleingehackt und in Portwein gelegt, um weich zu werden. Einige Früchte werden für die spätere Dekoration des Kuchens beiseite gelegt. Die frische Hefe wird in 1 dl lauwarmem Wasser aufgelöst und mit einer Tasse Mehl gemischt. Alles zusammen wird 15 Minuten an einem warmen Ort gehengelassen.
Jetzt Margarine, Zucker und die Zitronen- und Orangenschale dazumischen. Dann die Eier einzeln mit dem Hefeteig vermischen, den Rest des Mehls und das Salz dazugeben. Alles kneten bis der Teig weich und elastisch wird. Die gehackten Früchte und Trockenfrüchte dazugeben und zu einer Kugel formen. Den Teig mit Mehl bestäuben und abgedeckt circa 5 Stunden gehenlassen.
Nachdem der Teig sich verdoppelt hat, legt man die Kugel auf ein Blech, macht ein Loch in die Mitte des Teigs und drückt dort die getrocknete dicke Bohne rein. An einer anderen Stelle des Kuchens verfährt man mit dem kleinen »Geschenk« ebenso. Der Teig muss jetzt eine weitere Stunde ruhen. Der Kuchen wird dann mit Eigelb bestrichen und mit ganzen kandierten Früchten, Pinienkernen, Nüssen und anderen trockenen Früchten dekoriert. Danach wird der Kuchen im mittelwarmen Ofen circa 25 Minuten gebacken, bis er eine goldene Kruste bekommt. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, wird er mit Puderzucker bestreut. 
Ach, übrigens: Wer die dicke Bohne bekommt, muss den Bolo Rei im nächsten Jahr backen oder kaufen!
Bom apetite e bom Natal!
 
 

Ruprecht Günther – Lisboa

Foto des Buch-Covers »Lisboa – Die melancholische Schöne«

Buch-Cover »Lisboa – Die melancholische Schöne« · © Salon Literatur Verlag

Das Schöne an der Melancholie

Fotobuch mit Bildern aus und kurzen Texten über Lisboa • von Andreas Lahn

Ruprecht Günther kommt Mitte der 1970er Jahre zum ersten Mal nach Lissabon. Auf den ersten Seiten des Buches schildert er seine ersten Eindrücke in der Alfama und im Bairro Alto. Dann sind Fotos zu sehen, in unterschiedlichen Formaten, oft quadratisch, aber auch doppelseitig oder horizontal, in Farbe oder Schwarzweiß. Klassische Motive aus dem Reiseführer spielen keine Rolle. Die Auswahl ist subjektiv, was ich zu schätzen weiß. Einigen Fotos hätte in meinen Augen eine kurze Beschreibung gutgetan, denn entgegen der verbreiten Meinung sagt ein Bild eben nicht mehr als tausend Worte. Das liegt vermutlich daran, dass Bilder normalerweise nicht sprechen können.
Der Fotograf meistert unterschiedliche Lichtsituationen und fängt die Stimmung in der Stadt so ein, wie er sie empfindet. Das ist am Aussichtspunkt St. Catarina so, bei einer telefonierenden Frau oder diskutierenden Männern, bei den verschiedenen Linienführungen von Gebäuden, dem roten Blütenmeer vor einem zugemauerten Balkon oder am Abend. Die Sortierung leuchtet mir nicht ein, ein paar Fotos sind mir zu gelb, aber alle zusammen lassen den Wunsch aufkommen, sofort einen Flug in ja auch meine Lieblingsstadt zu buchen.
Nach einigen Seiten mit Fotos sind Texte eingefügt − das zieht sich so durch das ganze Buch. Thematisiert werden nicht nur portugiesische Eigenarten, sondern auch Veränderungen in der Stadt durch die zunehmende Zahl der TouristInnen oder steigende Mieten. Es geht um die portugiesische Melancholie und den Fado, um Sardinen und die Sehnsucht: »So könnte man die Saudade auch beschreiben als Sehnsucht nach einem imaginären Ziel, das eigentlich niemals erreicht sein will, denn der scheinbare Erfolg würde ihr jeglichen Grund unter dem Boden entziehen.«
Es sind häufig Personen zu sehen auf Ruprechts Günthers Fotos: Sie sind jung oder alt, groß oder klein, sie arbeiten, essen, lesen, diskutieren oder sitzen in der Bar und schauen fern. Mir gefallen die eingestreuten Texte. Auch die beiden Seiten über bedeutsame Ereignisse der portugiesischen Geschichte sind sorgfältig formuliert. Schade, dass Ruprecht Günther die Bilder so nackt lässt. Trotzdem mag ich den Kiosk und die Möwe auf der anderen Seite des Tejo. Der Leuchturm und das Schiff dagegen erreichen mein Herz nicht, dafür dann aber wieder die beiden Laternen und die junge Frau am Brunnen auf dem Rossío. Den abendlichen Blick von der Graça über das Lichtermeer der Baixa hin zur beleuchteten Ponte 25 de Abril kenne ich selbst nur zu gut.
Wer diesen Foto-Band von Ruprecht Günther kauft, erhält einen subjektiven Blick auf Lisboa. Und wenn man fünf Menschen fragen würde, welche Bilder für sie die schönsten sind, bekäme man garantiert fünf verschiedene Antworten. Das ist der Vorteil einer Auswahl, die sich nicht am Mainstream orientiert, sondern an den Empfindungen eines feinfühlenden Fotografen.
»Seit meiner ersten Reise nach Portugal sind Jahrzehnte vergangen, und Lissabon, das so viel Freude und Leid gesehen hat, ist nicht mehr dasselbe wie damals.« schreibt Ruprecht Günther. Das empfinde ich auch so. Natürlich hat sich Lisboa im Laufe der Jahrzehnte verändert. Aber der Charme dieser Stadt ist in meinen Augen exakt derselbe wie vor einigen Jahrzehnten. Man muss nur etwas genauer hinsehen…

Ruprecht Günther − Lisboa, Die melancholische Schöne, Salon Literatur Verlag 2017, 21×21cm, 112 Seiten, Hardcover, ISBN: 9783947404018, 18,90€